Testament
Vollständigen Titel anzeigen
Telgte A, 900
895
Telgte A
Telgte A >> Archivalien fremder Provenienz >> Rapiarium des Notars Johannes Langen
1662 September 25
Enthält: u.a. 2.Testament des Richters Werner Hüning zu Telgte und seiner Ehefrau Margareta Justina Spengler. Die Eheleute wünschen wennmöglich in der Pfarrkirche zu Telgte beigesetzt zu werden. Es werden die Armen bedacht. Dem Pastor sind 100 Rt. ausgesetzt, wovon jährlich auf ihrem Sterbetag eine Memorie gehalten werden soll. Als Haupterbin setzen sie ihre Tochter Catharina Gertrud ein, die Ehefrau des Capitain-Leutnants von Schelver zu Vehoff, der schon aufgrund einer Vermögensteilung unter den Kindern das Gut Vehoff zugefallen ist. Doch wird sie das Gut erst nach dem Tode des letzten Erblassers erhalten. Die Erbin soll ihren Brüdern Ludwig Hermann und Gottfried du Mont Sainct Eloy je 250 Reichstaler auskehren. Ihrer eigenen Schwester resp. Schwägerin Catharina Hüning vermachen sie 50 Rt., dem Bruder Albert Hüning einen Reichstaler und einen Dukaten. Für die schreibunkundige Justina Spengler unterschreibt der Notar Johannes Langen. — Unterschrift des Testators Werner Hüning. Zeugen: Hunold Letmathe, Dirick Schwerbrock,Heinrich Langenesch, Antonius Milte, Bernhard Averfeldt, Jürgen Brockmann und Heinrich Roters.
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:14 MEZ