Alexander Reichserbmarschall von Pappenheim zu Grönenbach und Hetzlinshofen, kaiserlicher Rat, beurkundet, dass sich Anna Dilper, eheliche Tochter des Michel Dilper "im riedt genannt Dilpers, Aichstetter pfarr" [= Dilpersried] und der bereits verstorbenen Agatha Hew, gegen eine Gebühr in nicht genannter Höhe von seiner Leibherrschaft freigekauft hat. Also spricht der Aussteller genannte Anna von der Eigenschaft ihres Leibes und Gutes ledig und los, erlaubt ihr, nach Gutbedünken in Städte, Märkte, Dörfer oder auf das Land zu ziehen und Schutz und Schirm, auch Zunft- und Bürgerrecht anzunehmen, bei wem und wo immer sie will, ungehindert durch ihn, der hiermit auch namens seiner Erben ausdrücklich auf sein bisheriges Eigentum verzichtet und garantiert, künftig gegen sie oder ihre Erben weder gerichtlich noch außergerichtlich irgendwelche Ansprüche oder Forderungen von Leibeigenschafts wegen mehr zu stellen.
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Alexander Reichserbmarschall von Pappenheim zu Grönenbach und Hetzlinshofen, kaiserlicher Rat, beurkundet, dass sich Anna Dilper, eheliche Tochter des Michel Dilper "im riedt genannt Dilpers, Aichstetter pfarr" [= Dilpersried] und der bereits verstorbenen Agatha Hew, gegen eine Gebühr in nicht genannter Höhe von seiner Leibherrschaft freigekauft hat. Also spricht der Aussteller genannte Anna von der Eigenschaft ihres Leibes und Gutes ledig und los, erlaubt ihr, nach Gutbedünken in Städte, Märkte, Dörfer oder auf das Land zu ziehen und Schutz und Schirm, auch Zunft- und Bürgerrecht anzunehmen, bei wem und wo immer sie will, ungehindert durch ihn, der hiermit auch namens seiner Erben ausdrücklich auf sein bisheriges Eigentum verzichtet und garantiert, künftig gegen sie oder ihre Erben weder gerichtlich noch außergerichtlich irgendwelche Ansprüche oder Forderungen von Leibeigenschafts wegen mehr zu stellen.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 U 3243
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 II Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe
Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe >> Leibeigenschaftsbriefe >> 1550-1599
1597 April 10
13,9 x 29,5 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Alexander Marschall von Pappenheim
Empfänger: Anna Dilper
Siegler: Der Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel abgegangen
Vermerke: Rückvermerk
Empfänger: Anna Dilper
Siegler: Der Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel abgegangen
Vermerke: Rückvermerk
Aichstetten RV; Pfarrei
Dilpersried : Lautrach MN
Grönenbach MN
Hetzlinshofen : Lachen MN
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:27 MEZ
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