Strafsache gegen Domherr Bernard von Oer zu Kakesbeck wegen Mord
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B-Acta crim, 116
B-Acta crim Acta criminalia (Kriminalakten)
Acta criminalia (Kriminalakten) >> 1501-1600
5. Jan. 1590 - 25. Aug. 1612
Enthält: - Schriftstück betr. den Domherrn Bernard von Oer zu Kakesbeck, der wegen Ermordung des Komturs Melchior Droste zugleich mit dem Domherrn Johan von Westerholt gefangen gesetzt und der fürstlichen Regierung ausgeliefert ist. - 2 Gutachten der Universität Freiburg i. B. vom 5.1. und 2.5.1590 (in Abschrift) über die Aufhebung der Haft des von Oer und die von ihm zu leistende Sicherheit. - Erlass (Abschrift) des Fürstbischofs Ernst vom 20.10. 1592, wonach jegliches Verfahren gegen von Oer eingestellt werden soll. - Eingaben des von Oer und seiner Verwandten, in dem der Rat in Münster gebeten wird, ihm den freien Aufenthalt (Geleit) in der Stadt zu gewähren 1612 -1616, und die Antworten des Rats. Er lehnt ab, bis von Oer einen Freispruch erzielt hat. - Rechtsgutachten der Universität Marburg vom 25.8.1612 mit dem Ergebnis, dass dem von Oer unter Bedingungen freies Geleit gewährt werden soll. Für den von Oer verwenden sich Bernard von Monster zu Meinhövel; Johan von der Recke zu Steinfurt; Adolf von Raesfeld, Herr zu Oistendorff; Ernst von Westerholt; Joachim Fridach zum Loringhove; Georg Henrich von Diepenbroick zu Buldern; Mathias (?) von Westerholt, Herr zu Lembeck. Erwähnt werden Franz Letmate und Herman von Velen, fiscales curiae monasteriensis.
Archivale
Verweis: Vgl. Nr. 67, 180, 23, 267
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:55 MEZ