5) Querulationis Auseinandersetzung um die Bezahlung des Honorars
Show full title
(1) 0933
Wismar F 132 (W F n. 132)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 06. 1. Kläger F
(1781-1785) 31.05.1785-13.02.1786
Kläger: (2) Johann Wilhelm Fürchtnicht, Advokat am Tribunal (Kl. in 1. Instanz)
Beklagter: Jacob Caspar Ungnade, Weinhändler zu Wismar (Bekl. in 1. Instanz)
Fallbeschreibung: Nach Bitte des Kl.s vom 31.05. um Fristverlängerung zum Einreichen seiner Beschwerden gegen ein Ratsgerichtsurteil und erteilter Genehmigung des Tribunals vom 01.06.1785 legt Kl. am 13.07. seinen Schriftsatz vor. Kl. hat Bekl. in dessen Fall gegen ein Dienstmädchen vertreten, Bekl. verweigert jedoch die Bezahlung des Honorars und leugnet, ihm überhaupt ein Mandat erteilt zu haben. Kl. verklagt ihn deshalb vor dem Gewett, das Bekl. einen Eid schwören lassen will. Daraufhin appelliert Bekl. an das Ratsgericht, das Kl. einen Eid schwören lassen will, der deshalb zunächst restitutio in integrum, danach die Appellation an das Tribunal ergreift. Er argumentiert, daß er den Eid ohne weiteres leisten könne, Gott aber in diesem Falle nicht unnötig anrufen wolle. Das Tribunal lädt die Parteien am 23.01.1786 auf den 28.02. zu einer Güteverhandlung vor. Am 08.02. berichtet Bekl., daß er sich mit Kl. außergerichtlich geeinigt habe, das Tribunal nimmt dies am 13.02.1786 ad acta.
Instanzenzug: 1. Gewett 1784 2. Ratsgericht 1784 3. Ratsgericht 1784-1785 4. Tribunal 1785-1786
Prozessbeilagen: (7) Ratsgerichtsurteil vom 20.04.1785; von Notar August Wilhelm Rüdemann aufgenommene Appellation vom 30.04.1785; Suppliken des Pensionärs Bade zu Wieschendorf an Gewett vom 12.12.1781 und 18.01.1782; von Notar Johann Friedrich Nölting aufgenommenes Zeugenverhör des Dienstmädchens Maria Elisabeth Burmeister vom 28.01.1782; Gewettsurteile vom 01.10.1783, 07.01.1784; Quittung des Kl.s vom 07.02.1786
Beklagter: Jacob Caspar Ungnade, Weinhändler zu Wismar (Bekl. in 1. Instanz)
Fallbeschreibung: Nach Bitte des Kl.s vom 31.05. um Fristverlängerung zum Einreichen seiner Beschwerden gegen ein Ratsgerichtsurteil und erteilter Genehmigung des Tribunals vom 01.06.1785 legt Kl. am 13.07. seinen Schriftsatz vor. Kl. hat Bekl. in dessen Fall gegen ein Dienstmädchen vertreten, Bekl. verweigert jedoch die Bezahlung des Honorars und leugnet, ihm überhaupt ein Mandat erteilt zu haben. Kl. verklagt ihn deshalb vor dem Gewett, das Bekl. einen Eid schwören lassen will. Daraufhin appelliert Bekl. an das Ratsgericht, das Kl. einen Eid schwören lassen will, der deshalb zunächst restitutio in integrum, danach die Appellation an das Tribunal ergreift. Er argumentiert, daß er den Eid ohne weiteres leisten könne, Gott aber in diesem Falle nicht unnötig anrufen wolle. Das Tribunal lädt die Parteien am 23.01.1786 auf den 28.02. zu einer Güteverhandlung vor. Am 08.02. berichtet Bekl., daß er sich mit Kl. außergerichtlich geeinigt habe, das Tribunal nimmt dies am 13.02.1786 ad acta.
Instanzenzug: 1. Gewett 1784 2. Ratsgericht 1784 3. Ratsgericht 1784-1785 4. Tribunal 1785-1786
Prozessbeilagen: (7) Ratsgerichtsurteil vom 20.04.1785; von Notar August Wilhelm Rüdemann aufgenommene Appellation vom 30.04.1785; Suppliken des Pensionärs Bade zu Wieschendorf an Gewett vom 12.12.1781 und 18.01.1782; von Notar Johann Friedrich Nölting aufgenommenes Zeugenverhör des Dienstmädchens Maria Elisabeth Burmeister vom 28.01.1782; Gewettsurteile vom 01.10.1783, 07.01.1784; Quittung des Kl.s vom 07.02.1786
Akten
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
29.10.2025, 11:27 AM CET