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Es wird bekundet, dass Joachim von Gravenegg, Abt von Fulda, von
Georg Laukert, Schultheiß von [Bad] Salzschlirf, dessen Ehefrau und ihren
Erben, ...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1661-1670
1668 Februar 22
Ausfertigung, Papier, aufgedrücktes Lacksiegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: So geschehen Fulda uff Petri ad cathedram anno 1668
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Es wird bekundet, dass Joachim von Gravenegg, Abt von Fulda, von Georg Laukert, Schultheiß von [Bad] Salzschlirf, dessen Ehefrau und ihren Erben, einen Acker [in [Bad] Salzschlirf?] für 80 Gulden Fuldaer Währung gekauft hat. Die Zahlung ist zur Hälfte in barem Geld und zur Hälfte in Getreide geleistet worden. Der Acker, der an den Friedhof [?] (heyligen räslen?) und an die Weide angrenzt, ist ein Lehen der Fuldaer Kellerei und vom Zehnt befreit. Jährlich war von dem Acker ein Zins von zwölf Maß [Getreide] zu zahlen. Georg Laukert sagt den Abt von der Zahlung der 80 Gulden los. Er verzichtet für sich, seine Ehefrau und seine Erben auf alle Ansprüche auf den verkauften Acker und weist den Abt in dessen Besitz ein. Ankündigung von Besiegelung und Unterfertigung des Georg Laukert. Handlungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Lacksiegel)
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: (Georg Laukert manu propria)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Georg Laukert
Die genaue Lage des Ackers ist unsicher. Laut des Rückvermerks lag er am (heiligen rasen).
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.