Herr Heinrich Withfeldt, Lizentiat und Ratssyndikus zu Münster, protestiert auf dem Rathaus im Namen von Johann Kerckerinck, Conrad Gruters und Bernd Meyers, Gografen bzw. Gerichtsherren des Gogerichts Senden, gegen Übergriffe des Ernst von Westerholt, domkapitularischen Gografen zu Bakenfeld, gegen Eingesessene des Sendenschen Gerichts. Westerholt hat am 14. Mai - obwohl bereits ein Verfahren beim fürstlichen Hofgericht wegen am Vennemans Haus u.a. geübter Turbationen gegen ihn anhängig ist - dem Walpen bei Strafe von 5 Molt Hafer geboten, in Zukunft dem Bakenfeldischen Gogericht zu folgen und das Drittjahreskorn zu geben, und vom Kötter vor dem Bentlager Baum,der Bernd Kerckering zuständig ist, und von der Frau im Canen (?) - Kotten je 1 Rauchhuhn gefordert. Zeugen: Heinrich Hanen und Johann Gronyngs, Notare und Bürger zu Münster. Am 30. Mai wird der Protest durch den unterschriebenen Notar dem Johann Kateman, Schreiber des Gerichts Bakenfeld, in seiner Wohnung auf der Loestraße im Ludgerikirchspiel notifiziert, der die Annahme verweigert, da Westerholt selbst in seiner Wohnung in der Propstei zu St. Mauritz erreichbar sei. Zeugen: Johann Klocken und Heinrich Uphaus, beide Bürger zu Münster.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
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