Friedrich II., Kurfürst von Sachsen, und Sigismund, schließen, vermittelt durch die Bischöfe Peter von Naumburg und Johann von Merseburg, Heinrich von Bünau und Heinrich von Schleinitz einerseits und den Dompropst zu Altenburg Nikolaus May, den Landvogt zu Weida Hermann von Küllstedt (Kolsteten), Otto von Weißbach (Weissenbach) und Hans von Maltitz andererseits, einen Vertrag zur Beilegung ihrer Streitigkeiten. Herzog Sigismund soll von Kurfürst Friedrich II. sowie dessen Bruder Herzog Wilhelm III. seinen Anspruch auf 400 Schock bekommen und dafür die gefangenen Juden zu Weida loslassen und seinen Brüden gegen den von Plauen helfen. Sigismund sollen auch die verschriebenen Renten ausgezahlt werden. Schalams Ansprüche sollen durch Hans von Maltitz und Hermann von Küllstedt untersucht werden. Von Herzog Sigismund soll Georg von Döhlen (Dolen) sowie von den Reußen zu Groitzsch Tietze Beler gegen Urfehde losgelassen werden. Von den Vögten und Beamten Herzog Sigismunds soll Kurfürst Friedrich II. und Herzog Wilhelm III. Erbhuldigung geleistet werden.
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Friedrich II., Kurfürst von Sachsen, und Sigismund, schließen, vermittelt durch die Bischöfe Peter von Naumburg und Johann von Merseburg, Heinrich von Bünau und Heinrich von Schleinitz einerseits und den Dompropst zu Altenburg Nikolaus May, den Landvogt zu Weida Hermann von Küllstedt (Kolsteten), Otto von Weißbach (Weissenbach) und Hans von Maltitz andererseits, einen Vertrag zur Beilegung ihrer Streitigkeiten. Herzog Sigismund soll von Kurfürst Friedrich II. sowie dessen Bruder Herzog Wilhelm III. seinen Anspruch auf 400 Schock bekommen und dafür die gefangenen Juden zu Weida loslassen und seinen Brüden gegen den von Plauen helfen. Sigismund sollen auch die verschriebenen Renten ausgezahlt werden. Schalams Ansprüche sollen durch Hans von Maltitz und Hermann von Küllstedt untersucht werden. Von Herzog Sigismund soll Georg von Döhlen (Dolen) sowie von den Reußen zu Groitzsch Tietze Beler gegen Urfehde losgelassen werden. Von den Vögten und Beamten Herzog Sigismunds soll Kurfürst Friedrich II. und Herzog Wilhelm III. Erbhuldigung geleistet werden.
10001 Ältere Urkunden, Nr. 06450 (Zu benutzen im Hauptstaatsarchiv Dresden)
Registratursignatur: W.A. II, 381
10001 Ältere Urkunden
10001 Ältere Urkunden >> 1. Weltliche Provenienzen >> 1.1. Markgrafen von Meißen, Landgrafen von Thüringen, Kurfürsten und Herzöge von Sachsen, Könige von Polen >> 1.1.3. Kurfürsten und Herzöge von Sachsen (Wettiner)
1. August 1437
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.12.2025, 15:41 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Sächsisches Staatsarchiv (Beständegliederung)
- 01. Markgrafschaft Meißen, Albertinisches Herzogtum und Kurfürstentum / Königreich Sachsen bis 1831 (Tektonik)
- 01.01 Urkunden (Tektonik)
- Ältere Urkunden (Bestand)
- 1. Weltliche Provenienzen (Gliederung)
- 1.1. Markgrafen von Meißen, Landgrafen von Thüringen, Kurfürsten und Herzöge von Sachsen, Könige von Polen (Gliederung)
- 1.1.3. Kurfürsten und Herzöge von Sachsen (Wettiner) (Gliederung)