Im Jahre 1431, im 1. Jahr Papst Eugens IV., in der 9. Indiktion, am 24. April, um die Mittagszeit, in der Stadt Limburg, Trierer Diözese, im Wohnhaus des Herrn Johann Bacharach, Kanoniker und Kustos des St. Georgenstifts zu Limburg, saß vor Notar und Zeugen, die unten genannt sind, Henne von Hofen, Bürger von Diez, und bekannte, er hätte vor mehr als 30 Jahren von den Alten vernommen, daß die Weinzehnten zu 'Delre', die 'under Rorichs holen ußhen' fällig sind, und das, was von Weinen zu 'Delre' und Dodenhausen jährlich an Zehnten fällt, in den Zehnten zu Steeden gehören. Er ist bereit, diese Aussage zu beeiden. Johann von Bacharach erbat hierüber ein Notariatsinstrument. - Geschehen in Gegenwart des Herrn Rulman, Pfarrers zu Flacht, und Concze Graelshoben, wohnhaft zu Steeden. - Konrad Czenthob von Gudensberg, Mainzer Diözese, kaiserlicher Notar, bezeugt seine Anwesenheit und die Niederschrift durch Unterschrift und sein Zeichen.
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Im Jahre 1431, im 1. Jahr Papst Eugens IV., in der 9. Indiktion, am 24. April, um die Mittagszeit, in der Stadt Limburg, Trierer Diözese, im Wohnhaus des Herrn Johann Bacharach, Kanoniker und Kustos des St. Georgenstifts zu Limburg, saß vor Notar und Zeugen, die unten genannt sind, Henne von Hofen, Bürger von Diez, und bekannte, er hätte vor mehr als 30 Jahren von den Alten vernommen, daß die Weinzehnten zu 'Delre', die 'under Rorichs holen ußhen' fällig sind, und das, was von Weinen zu 'Delre' und Dodenhausen jährlich an Zehnten fällt, in den Zehnten zu Steeden gehören. Er ist bereit, diese Aussage zu beeiden. Johann von Bacharach erbat hierüber ein Notariatsinstrument. - Geschehen in Gegenwart des Herrn Rulman, Pfarrers zu Flacht, und Concze Graelshoben, wohnhaft zu Steeden. - Konrad Czenthob von Gudensberg, Mainzer Diözese, kaiserlicher Notar, bezeugt seine Anwesenheit und die Niederschrift durch Unterschrift und sein Zeichen.
19, U 103
19 Stift Dietkirchen, St. Lubentius, Chorherren
Stift Dietkirchen, St. Lubentius, Chorherren >> Urkunden >> sonstige Urkunden >> 1426-1450
Limburg, 1431 April 24
Ausfertigung, Pergament W 19,103 mit dem Signet des Notars. - Beglaubigte Kopie, Papier (18. Jh.) W 19,344 des F. Anschütz, kurfürstlich trierischen Archivalkanzlisten. - Einfache Kopie, Papier (18. Jh.) ebenda
Urkunde
Struck, St. Lubentiusstift Dietkirchen, Nr. 191
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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17.06.2025, 14:06 MESZ
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