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Der Ritter Berthold (Berlt) von Bibra und sein Bruder Johann
(Hans) bekunden, dass ihnen Propst Graslock [von Babenhausen], Dekan
Konrad und der K...
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Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Gebin nach Christi geburte dritzenhundirt iar darnach in dem vier und sibintzigistin iare an dem nestin Dinstage vor sente Bonifacii tage
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Der Ritter Berthold (Berlt) von Bibra und sein Bruder Johann (Hans) bekunden, dass ihnen Propst Graslock [von Babenhausen], Dekan Konrad und der Konvent von Neuenberg bei Fulda den Hof in Seeba (zu Sewe) [Gemeinde Rhönblick] zu Lehen gegeben haben. Dafür muss Berthold jährlich an Michaelis [September 29] 14 Viertel guten Roggens (rackin), 15 Viertel Hafer, ein Viertel Erbsen (erweiz) Fuldaer Maßes sowie 18 Pfund Heller guter fränkischer Landeswährung zahlen und verpflichtet sich, so verantwortungsvoll mit dem Hof umzugehen, als wäre es sein eigener. Ferner wird bestätigt, dass ihnen von Propst und Konvent sechs Pfund Heller geliehen wurden, die sie von den 18 Pfund Heller abziehen (aufnehmen) dürfen. Falls Berthold stirbt, erbt zuerst sein Bruder Johann, dann ihre Erben. Propst, Dekan und der Konvent von Neuenberg können den Hof in Seeba wieder einziehen. Weiterhin will Berthold die Rechte des Heinrich Kellermann (Kelreman), Pfleger des genannten Hofes, unberührt lassen und bestätigt dies auch für seine Erben. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite)
Vermerke (Urkunde): Siegler: [Ritter Berthold von Bibra]
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: StaM, Kopiare Fulda: K 420, f. 934; StaM, Kopiare Fulda: K 422, f. 57v
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.