Die Schöffen von Xanten bekunden, dass vor ihnen Mechtelt vangen Sande, Witwe des Gerit vangen Sande, bekannt hat, dass sie zu ihrem, ihres Ehemanns und ihrer Kinder Seelenheil eine ewige Frühmesse in der Kirche von Xanten gestiftet hat, die das ganze Jahr über jeden Montag von Gregorius [12. März] bis Lambertus [17. September] vor 5 Uhr und von Lambertus bis Gregorius vor 6 Uhr zu halten ist. Dazu hat sie aus ihrer Hälfte des Hofs und Guts op den Kamp zu Wardt (Ward) im Amt Xanten eine Erbjahrrente von 4 oberländischen Rheinischen Gulden gegeben, die der Ministrant und Leser des Evangelienamts oder der vom Dekan und Kapitel der Xantener Kirche zu dieser Frühmesse Bestellte am Viktorstag [10. Oktober] von 1468 an erheben soll. Mechtelt hat Währschaft gelobt. Die Rente ist allzeit jeweils am Viktorstag mit 80 Gulden und den noch rückständigen Jahrpensionen einlösbar. Dekan und Kapitel sollen die Einlösesumme sofort wieder in einer Erbrente zugunsten der Frühmesse anlegen. Die Einlöse ist ein Jahr vorher anzukündigen. Werner vangen Sande, Mechtelts Sohn, und seine Ehefrau Aleit sowie Hermann von Appeldorn (Aepeldoren) und seine Ehefrau Edel vangen Sande, Mechtelts Tochter, haben gelobt, diese Stiftung einzuhalten. - Ankündigung des Schöffentumssiegels. Geg. 1467 des neisten sonnendaigs na sunte Matheus daige des heiligen apostels ende evangelisten.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
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