Streit um das kurkölnische Lehen Kreuzberg nach dem Tode des letzten Inhabers Stephan Vincenz von Quadt und die Frage, ob es sich um ein Mannlehen handle, das heimgefallen, neu ausgegeben und schließlich an den Mann bzw. Vater der Appellantinnen gekommen sei, oder ein gemeines Lehen, das in die weibliche Linie und an die Appellaten als (Nachfahren von) Geschwistern des Vater Johann Arnold Quadt gehen könne. Bei der Beurteilung spielt auch die Tatsache, daß Johann Arnold von Quadt zu Wickrath 1693 eine Hälfte des Lehens gekauft hatte und damit belehnt worden war, eine Rolle. Intervention des Kurfürsten gegen die Zulässigkeit der RKG-Appellation ohne nähere Begründung.
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Streit um das kurkölnische Lehen Kreuzberg nach dem Tode des letzten Inhabers Stephan Vincenz von Quadt und die Frage, ob es sich um ein Mannlehen handle, das heimgefallen, neu ausgegeben und schließlich an den Mann bzw. Vater der Appellantinnen gekommen sei, oder ein gemeines Lehen, das in die weibliche Linie und an die Appellaten als (Nachfahren von) Geschwistern des Vater Johann Arnold Quadt gehen könne. Bei der Beurteilung spielt auch die Tatsache, daß Johann Arnold von Quadt zu Wickrath 1693 eine Hälfte des Lehens gekauft hatte und damit belehnt worden war, eine Rolle. Intervention des Kurfürsten gegen die Zulässigkeit der RKG-Appellation ohne nähere Begründung.
AA 0627, 381 - B 845/3212
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1732-1735, 1808 (1692-1734)
Enthaeltvermerke: Kläger: Amalia Regina Katharina von Bernsau zu Schweinheim, Witwe, geb. von Waldenburg gen. Schenkern, und ihre Töchter Maria Odilia von Bernsau; Maria Katharina von Bernsau (beide Kanonissen zu Vilich); Maria Anna Gräfin von Satzenhoven; Maria Charlotta von Bernsau; der Bonner Hofratssekretär und Rat Gottfried Jakob Dierna als ex officio bestellter Curator ad litem derjenigen Genannten, die noch minderjährig sind; 1735 auch Carl Martin Ferdinand Graf von Satzenhoven, (Bekl.: Wirich Wilhelm Dietrich von Bernsau, seine Witwe und Erben) Beklagter: [Jakob Ludwig Zeno Friedrich von] Dorth zur Horst und zu Issum; Ludwig Alexander Roleman Frhr. Quadt von Wickrath und Zoppenbroich, Kleve; Ludwig Lambert Lothar (?) von Leerodt, [Ehemann der Maria Franziska Johanna von Dorth zu Issum], Heinsberg, (Kl.: von Dorth und von Quad zu Zoppenbroich); 1734 Kurfürst Clemens August von Köln als Intervenient Prokuratoren (Kl.): Dr. Joh. Hermann Scheürer 1732 - Lic. Simon Heinrich Gondela 1735 - Subst.: Lic. Johann Werner Prokuratoren (Bekl.): Lic. Franz Peter Jung 1733, 1733 - Subst.: Dr. Joh. Ludwig Pfeiffer 1733 - Subst.: Lic. Johann Franz Wolff 1733 - für den Kurfürsten: Lic. Franz Peter Jung [1733] 1734 - Subst.: Lic. Johann Leonhard Krifft Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Kurköln. Hofrat (Präsident und Räte) zu Bonn 1731 - 2. RKG 1732-1735, 1808 (1692-1734) Beweismittel: Lehensbrief des Erzbischofs Joseph Clemens von Köln für Stephan Vinzenz Quadt von Wickrath und Kreuzberg, Köln, 1692: Belehnung mit einem Burglehen zu Altenahr, nämlich dem ganzen Kreuzberg (71f.). Befehl der kurköln. Hofkanzlei an den Amtsverwalter zu Altenahr, Dorth gemäß Urteil vom 24. Dez. 1731 in die Hälfte des Lehens Kreuzberg einzusetzen, Bonn, 8. Okt. 1732 (99). Beschreibung: 2,5 cm, 102 Bl., lose; Q 1-23, 4 Beilagen. Lit.: Haeften, Die Lehnhöfe am Niederrhein. Die Rheinische Ritterschaft, in: Archiv für die Geschichte des Niederrheins, hrsg. von Lacomblet, 5, 1866, S. 389f.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:18 MESZ
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