Nicht angeführt (Zeugenaussage des Dr. Jedlicki über das Konzentrationslager Flossenbürg), Kommando Plattling.
Vollständigen Titel anzeigen
0.4, 049/0328a
former reference number: Flossenbürg 1
former reference number: 266, Folio 72
former reference number: 266a, Folio 72
DE ITS 0.4 Kartei der „Sachdokumente“ der Sammlungsgruppe Inhaftierung und Verfolgung
Kartei der „Sachdokumente“ der Sammlungsgruppe Inhaftierung und Verfolgung >> Konzentrationslager >> Konzentrationslager Flossenbürg >> Misshandlungen
17.05.1945
Der Zeuge J. wurde gezwungen als Todesursache Lungenentzündung oder Grippe anzugeben. Kleine operative Eingriffe wurden ohne Betäubung durchgeführt. Während der zwei Monate des Aufenthaltes im Krankenhaus Plattling, starben 109 Menschen. Die Unterlagen wurden am Todestag vom Kommandanten des Konzentrationslagers fortgenommen. Am 25.04.1945 waren ca. 80 Häftlinge unfähig evakuiert zu werden. Diese blieben ohne Nahrung im Lager zurück. Die 300 evakuierten Häftlinge wurden in unbekannter Richtung durch SS weggebracht. Lt. Befehl des Majors Stenz sollten die im Konzentrationslager zurückgebliebenen kurz vor Ankunft der Amerikaner getötet werden. Der grausamste im Lager war Uschaf. Filep, der morgens beim Appell den Hund auf die Schwachen hetzte.
Konzentrationslager Flossenbürg, Zeuge Dr. Stanislaw Jedlicki
Art: Durchschrift vom Original
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
02.06.2025, 09:19 MESZ