Johann Leopold von Neuhoff zum Neuenhof ./. Dr. Blechen.
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U 177, 1046
U 177 Haus Neuenhof (Dep.) - Akten
Haus Neuenhof (Dep.) - Akten >> 1. Akten >> 1.6. Prozesse
1592-1669
Enthaeltvermerke: Enthält u. a.: Inventar des Hofes Niederen Tyinghaus vom 9. 11. 1663 Urkundenabschriften: 1591 Januar 5 Caspar Lapp zur Rhur, Drost der Ämter Altena und Isernloen, beurkundet den Rezeß über dasverschuldete Gut des + Claes zu Niederen Tieynckhaußen und seiner + Frau Gerdruit, das dem Landesherrn als "Freyhern"-Gut eigentümlich zusteht. Das Gut ist von geschworenen Schöffen auf 1350 3/4 Taler geschätzt, aber von dem Landesherrn um dritten Pfennig auf 900 Taler gekürzt wrden; dagegen belaufen sich die Forderungen der Gläubiger auf 1050 Taler, von denen sie die Differenz von 150 Talern nachlassen. Als Hauptgläubiger übernimmt Kerstgen von Halver, Bürger zu Köln, das Gut. Er verpflichtet sich, bis Ablauf des Jahres 1591 die übrigen Gläubiger auszuzahlen und zwar Johan zu Sessinckhusen mit 119 Talern, Johan Runnen mit 118 Talern 16 Schillingen, Johan zu Tyinckhußen mit 18 Talern und Dirich zu Wesselberge mit 4 Talern. Den nachgelassenen Kindern: Herman, Greteke, Elßke, Gyrtgen, Beleke und Styneke werden die Mobilien zu gleichen Teilen zuerkannt. Falls sie im Stande sind, die Gläubiger bis zur nächsten Saat- oder "Lenten"-zeit zu befriedigen, können sie das Gut behalten, sonst müssen s es räumen bei Strafe von 100 Goldgulden, die zur Hälfte dem Landesherrn, zur Hälfte den Gläubiger verfallen sind. Nachdem diese Frist nun verstrichen ist, wird der Rezeß vom 10.2.1590 vollzogen und Kerstien von Halver in den Besitz des Gutes förmlich eingesetzt. Zeugen: Diderich Loer zum Holle, Richter zu Herschede, Peter Bergfeldt, Bürgermeister zu Altena, Tigges zu Wigginckhußen. Unterschrift (Jaspar Lappe) und Petschaft des Drosten. Von dem Notar Johan Oestreich beglaubigte Kopie, die Kerstgen von Halver laut eigenhändigem Vermerk vom 14.1.1592 dem Stefan vom Newenhove, Drosten zu Newerstadt, aushändigt. 1592 Januar 14 Kerstgen van Halver bestätigt dem Steffen vam Newenhoeve, Drost zu der Newerstadtt, dass dieser ihm den Hof zu Thidinckhausen (lt. Rückschrift: Gut zu Midderen Tyinghaußen) bis auf 200 Taler, über die er eine Obligation erhalten hat bezahlt hat. Er stellt diese handschriftliche Quittung aus, weil der Kaufbrief wegen der tödlichen Krankheit des Bernhardt vam Newenhoeve von diesem als Hofesvogt des genannten Gutes nicht besiegelt werden konnte 1592 September 5 Christian von Halver, Bürger und Ratsverwandter zu Köln, bekennt, von Steffan von und zum Nienhofe, Drost zur Nierstadt, den Kauf- und Zahlpfennig für Gut und Hof zu Niederen Tieinck gänzlich erhalten zu haben. Zeugen: Hermannus Pipenstock und Johan Oestreich. Aussteller und Zeugen unterschreiben
Sachakte
Information on confiscated assets
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BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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