Hans Riesch und Ehefrau Maria Steurin zu Stockenweiler bekennen, daß ihnen Hannibal von Herrliberg, kurbayerischer Kriegsrat und Obrist, auf Lebenszeit Hof und Gut in Stockenweiler als Leib- und Zinslehen verliehen hat. Das Gut hatte vorher der frühere Ehemann der Steurin, ¿Adam Dent, inne. Die Beliehenen müssen das Gut persönlich bewirtschaften und in gutem, ungeteilten Zustand lassen. Sie dürfen nur eine Feuer- oder Herdstatt unterhalten und nichts daraus entfremden, insbesondere keine Eichen oder Tannen ohne Genehmigung des Verleihers fällen. Brenn- und Bauholz wird ihnen gegebenenfalls zugewiesen. Sie müssen den Hof mit Roß und Vieh besetzen. Heu, Stroh und Mist dürfen sie nicht veräußern, sondern für den Hof benutzen. Die Beliehenen haben den Ehrschatz von 60 fl rh in Reichswährung bezahlt. Jährlich entrichten sie zu Martini als Leiblehengült 8 fl, 32 Viertel Hafer Wangener Maßes, 6 Hühner, 100 Eier und 1 lb Geld. Bei Verletzung der Leihebedingungen und im Todesfall fällt das Gut heim. Es muß dann mit Mist, Heu, Stroh, Samen, Früchten und anderem zurückgegeben werden entsprechend dem Brauch in Stockenweiler.
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Hans Riesch und Ehefrau Maria Steurin zu Stockenweiler bekennen, daß ihnen Hannibal von Herrliberg, kurbayerischer Kriegsrat und Obrist, auf Lebenszeit Hof und Gut in Stockenweiler als Leib- und Zinslehen verliehen hat. Das Gut hatte vorher der frühere Ehemann der Steurin, ¿Adam Dent, inne. Die Beliehenen müssen das Gut persönlich bewirtschaften und in gutem, ungeteilten Zustand lassen. Sie dürfen nur eine Feuer- oder Herdstatt unterhalten und nichts daraus entfremden, insbesondere keine Eichen oder Tannen ohne Genehmigung des Verleihers fällen. Brenn- und Bauholz wird ihnen gegebenenfalls zugewiesen. Sie müssen den Hof mit Roß und Vieh besetzen. Heu, Stroh und Mist dürfen sie nicht veräußern, sondern für den Hof benutzen. Die Beliehenen haben den Ehrschatz von 60 fl rh in Reichswährung bezahlt. Jährlich entrichten sie zu Martini als Leiblehengült 8 fl, 32 Viertel Hafer Wangener Maßes, 6 Hühner, 100 Eier und 1 lb Geld. Bei Verletzung der Leihebedingungen und im Todesfall fällt das Gut heim. Es muß dann mit Mist, Heu, Stroh, Samen, Früchten und anderem zurückgegeben werden entsprechend dem Brauch in Stockenweiler.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III U 2035
fasc. 111 n. 09
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III >> Urkunden >> 17. Jahrhundert
1628 August 8 (den achten monatstag Augusti)
25,9 x 42,7 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Ausstellungsort: Lindau
Aussteller: Hans Riesch und Ehefrau Maria Steurin zu Stockenweiler
Empfänger: Hannibal von Herrliberg, kurbayerischer Kriegsrat und Obrist
Siegler: Bartholomäus Weller, Stadtammannamtsverweser in Lindau
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S., abg.
Aussteller: Hans Riesch und Ehefrau Maria Steurin zu Stockenweiler
Empfänger: Hannibal von Herrliberg, kurbayerischer Kriegsrat und Obrist
Siegler: Bartholomäus Weller, Stadtammannamtsverweser in Lindau
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S., abg.
Dent, Adam
Dent, Maria
Herrliberg, Hannibal von, Kriegsrat und Obrist
Riesch, Hans
Riesch, Maria
Steur, Maria
Weller, Bartholomäus, Stadtammann
Lindau (Bodensee) LI
Lindau (Bodensee) LI; Stadtammannamtsverweser
Stockenweiler : Hergensweiler LI
Stockenweiler : Hergensweiler LI; Einwohner
Wangen im Allgäu RV; Maß
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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