Klage (vor dem Stadtrichter) des Kaufhändlers Schweder (?) Arnoldts am Markt gegen M. Bernard Bleckmann. Kläger hat das Hausgerät der Eheleute Viehhändler Johan Nilsen und Katharina Droste auf dem Spiekerhof gepfändet.
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B-Acta jud, 77
B-Acta jud Acta Judicialia (Rechtsstreitigkeiten)
Acta Judicialia (Rechtsstreitigkeiten) >> 1601-1700
1628 - 1634
Darin: Anlage: 16.7.1590 Michael Modersohn überträgt seinem Sohn Sebastian sein Vermögen, insbes. sein Haus an der Rotenburg und der lütken Stigge. Er behält sich vor den Nießbrauch an dem Gut Völckerinck und an den 2400 Rthln, die Johan Modersohn, Johan Roedde, Witwe Borchard Heirde und Schulte Brüninck in Nienberge schulden. Die Urkunden über diese Forderungen sollen bei Heinrich Moderson, Michaels Bruder, hinterlegt werden. Michael Modersohn ist in 2. Ehe verheiratet; seine 2. Frau erhält eine Rente, falls er vor ihr stirbt. Zeugen: Oldermann Heinrich Egbertz, Heinrich Modersohn Michaelis, Wandschneider Herman Biscopinck und Jost Frie zu Böddinck. Notar: Konrad von der Wick. Beigebunden sind die Akten des Vorprozesses 1592. Erwähnt werden darin Ursula Hockensfeldt; M. Herman Hartman; M. Kaspar Krevet; Herman Kentrup zu Bösensell.
Enthält: Der Beklagte hat aufgrund eines Urteils und eines Urteilsbriefes vom 27.1.1628 das Hausgerät gepfändet und behalten; er widerspricht daher der Pfändung des Klägers. Dieser wendet ein, dass ihm von den Eheleuten Nielsen schon in den Jahren 1613 und 1615 das Hausgerät verpfändet sei; er habe also das ältere und bessere Recht. Der Beklagte behauptet ferner, dass der Kläger wegen seiner Forderung befriedigt sei. Der Stadtrichter legt dem Kläger den Eid darüber auf, dass er noch eine Forderung gegen die Eheleute Nielsen in Höhe des Wertes des Hausgeräts habe. Der Beklagte legt Berufung ein. Die Sache wird dann mehrere Jahre am Ratsgericht verhandelt. Erwähnt werden Johan Mandt aus Freckenhorst; Egbert Henrichman; Sebastian Wittover; Johan Niehoff; Doktor Christoph Clute; Johann von Soest u. Frau Sara; Herman Soest; Alheid von Wilsunt, Frau des Klägers; Heinrich von Moickstorf; Cyriakus Wallrabe; Arnold Schlossken; + Heinrich Droste; Herbort Geistman.
Enthält: Der Beklagte hat aufgrund eines Urteils und eines Urteilsbriefes vom 27.1.1628 das Hausgerät gepfändet und behalten; er widerspricht daher der Pfändung des Klägers. Dieser wendet ein, dass ihm von den Eheleuten Nielsen schon in den Jahren 1613 und 1615 das Hausgerät verpfändet sei; er habe also das ältere und bessere Recht. Der Beklagte behauptet ferner, dass der Kläger wegen seiner Forderung befriedigt sei. Der Stadtrichter legt dem Kläger den Eid darüber auf, dass er noch eine Forderung gegen die Eheleute Nielsen in Höhe des Wertes des Hausgeräts habe. Der Beklagte legt Berufung ein. Die Sache wird dann mehrere Jahre am Ratsgericht verhandelt. Erwähnt werden Johan Mandt aus Freckenhorst; Egbert Henrichman; Sebastian Wittover; Johan Niehoff; Doktor Christoph Clute; Johann von Soest u. Frau Sara; Herman Soest; Alheid von Wilsunt, Frau des Klägers; Heinrich von Moickstorf; Cyriakus Wallrabe; Arnold Schlossken; + Heinrich Droste; Herbort Geistman.
Archivale
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BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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09.01.2026, 11:34 AM CET