Martin Howenmann schwört Urfehde, nachdem ihn Abt Kaspar [Schiegg] von Weingarten ins Gefängnis hatte setzen lassen. Er war in Geschäften des Abts ungehorsam gegen die Amtleute und hat frevelhafte Worte gebraucht. Er wird sich für das Gefängnis nicht rächen und künftig gehorsam und unflüchtig sein, auch keinen anderen Herrn oder Schirm annehmen. Bei Streitigkeiten mit dem Kloster und seinen Leuten wird er sich nur an die ordentlichen Gerichte wenden, alles bei Strafe von 50 lb h. Zu Bürgen setzt er unter Versprechen der Schadloshaltung Konrad Lutz von Möllenbronn ("Melebrunnen") und Klaus Katzmaiger von Schegkensee (=Schreckensee).
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Martin Howenmann schwört Urfehde, nachdem ihn Abt Kaspar [Schiegg] von Weingarten ins Gefängnis hatte setzen lassen. Er war in Geschäften des Abts ungehorsam gegen die Amtleute und hat frevelhafte Worte gebraucht. Er wird sich für das Gefängnis nicht rächen und künftig gehorsam und unflüchtig sein, auch keinen anderen Herrn oder Schirm annehmen. Bei Streitigkeiten mit dem Kloster und seinen Leuten wird er sich nur an die ordentlichen Gerichte wenden, alles bei Strafe von 50 lb h. Zu Bürgen setzt er unter Versprechen der Schadloshaltung Konrad Lutz von Möllenbronn ("Melebrunnen") und Klaus Katzmaiger von Schegkensee (=Schreckensee).
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III U 739
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III >> Urkunden >> 15. Jahrhundert
1481 Juni 28 (an sant Peter und sant Pauls aubend)
16,9 x 36,2 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Martin Howenmann
Empfänger: Abt Kaspar [Schiegg] von Weingarten
Siegler: Heinrich von Schellenberg [von Wasserburg]
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S.
Empfänger: Abt Kaspar [Schiegg] von Weingarten
Siegler: Heinrich von Schellenberg [von Wasserburg]
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S.
Howenmann, Martin
Katzmaiger, Klaus
Lutz, Konrad
Schellenberg, Heinrich von
Möllenbronn : Fronhofen, Fronreute RV; Einwohner
Schegkensee s. Schreckensee
Schreckensee : Fronhofen, Fronreute RV; Einwohner
Wasserburg (Bodensee) LI; Einwohner
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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21.11.2025, 15:27 MEZ
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