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Rechnung 1685/86
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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 256 Landschreiberei
Landschreiberei >> Bände
1685-1686
Einnahmen aus Schuldrückzahlungen und Gülten sowie aus den Ämtern (grundherrliche Abgaben, Zoll, Geleit etc.), Ausgaben für Schulden, Zinsen, Botenlöhne, Geschenke, Dienstleistungen usw.
Einträge mit Bezug zu (kunst-)handwerklichen Erzeugnissen u.a.:
Ausgaben für Waren für das Schlossgewölbe bzw. Waren, die außerhalb von Messen gekauft wurden:
- V.a. Textilien aus verschiedenen Quellen (fol. 268-278).
Ausgaben auf besonderen schriftlichen Befehl:
- Finanzierung einer "besonderen Verrichtung" durch Oberrat Adam Ulrich Schmidlin, deren Kosten von den Geldern, die dem Oberstleutnant (Andreas) Kieser für Forstmessungen bewilligt wurden, abgezogen werden sollen (Nr. 700, fol. 284r; vgl. Zahlungen an Kieser, Nr. 707, fol. 285r, u.a. um das aus Neuenstadt geschickte Schickhard'sche Landkartenbuch "transsumiren zu lassen", Nr. 710, fol. 285v).
- Besichtigung der Baufälligkeiten des fürstlichen Schlosses durch Joseph Lautenschlager, Werkmeister zu Straßburg (Nr. 704, fol. 284v).
- Spesen des Kunstmalers (Theodor) Roos ("Rose") aus Straßburg (Nr. 718, fol. 286v).
- Lieferung von "Lückergläsern" durch Hans Georg Hermann, Glaser (Nr. 720, fol. 286v).
- Lieferung von Kämmen, Puder, Zahstochern und einigen Raritäten durch Kammerdiener La Mothe an den Landprinzen (Nr. 722, fol. 287r).
- Silbergeschirr
-- von Johann Christoph Pfeffenhäuser, Goldschmied (für den Landprinzen, Nr. 739, fol. 289v);
-- von Christian Thill, Goldschmied (Silberkelch für den Hofprediger Hagen, eingetauscht gegen einen alten Kelch aus dem Kleinodiengewölbe, Nr. 801, fol. 296v-297r).
- Ankauf von Fächern ("Eventails") durch den Landprinzen (als Geschenk, Nr. 748, fol. 290v).
- Ankauf einer römischen Konsularmünze ("nummum consularem antiquum", Nr. 790, fol. 295r).
- Porzellangeschirr von Otto Konzen aus Bayreuth (Nr. 799, fol. 296v).
- Gedrechselte "Schächtelin" mit Miniaturporträts des Administrators (Friedrich Karl von Württemberg) und des Landprinzen von "Murtschbach Low", Kunstdreher zu Ulm (Nr. 800, fol. 296v).
- Ein Sarg für den tot geborenen Prinzen von Kannengießer Speidel (Nr. 813, fol. 298v); Arbeiten bei der Beisetzung des Zinnsargs (Nr. 815, fol. 299r).
Ausgaben an Kanzleikosten:
- Ankauf "des Begeri Thesaurum Numismatum Palatinorum" für die Kunstkammer (d.h. Lorenz Beger, Thesaurus Ex Thesauro Palatino Selectus, Heidelberg 1685) von Georg Wilhelm Kühn (Nr. 868, fol. 316r).
Ausgaben für Verehrungen:
- Geldgeschenk an Eberhard Fuchs, Grottier (der nach Abschluss seiner Lehre nach Königsbronn geschickt wurde, um Wasserinstrumente zu gießen, Nr. 916, fol. 322r; Spesen für eine Reise nach Gotha, Nr. 928, fol. 323r).
- Dito an einen von Pfalzgraf Christian zu Birkenfeld (d.h. Pfalzgraf Christian II. von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld) nach Stuttgart kommandierten Ingenieur, der einen Abriss der Stadt Straßburg präsentierte (Nr. 923, fol. 322v).
- Silbergeschirr (für die "Eheliebste" des Obristen Hönstedt, Nr. 925, fol. 322v).
- Spesen des Münzmeisters Johann Jakob Wagner für seine Reise nach Straßburg (Nr. 927, fol. 323r).
- Kupferstiche der "Canzleybrunst und deren Reparation" von Georg Thomas Hopfer, Hofmaler (Nr. 934, fol. 323v).
- Goldmedaille für einen fürstenbergischen Kavalier (Nr. 961, fol. 326v).
- Donaulandkarten von dem Ulmer Kapitän Willich (Nr. 967, fol. 327v).
Ausgaben für Handwerker:
- U.a. Zahlungen an
-- Christian Baumeister, Hofschreiner (Bilderrahmen für den Maler Theodor Roos, Nr. 1009, Arbeit, Nr. 1010, fol. 332v);
-- Georg Thomas Hopfer, Maler (Anmalen von Schubladen, NR. 1011, Malerarbeit, Nr. 1012, fol. 332v; Zierarbeit, Nr. 1053, fol. 336r, Nr. 1071, fol. 337v u.a.);
-- Johann Konrad Hirt (Malerarbeit an Kutschen, Nr. 1031, fol. 334v; Apothekerbüchsen, Nr. 1040, fol. 335r);
-- Johann David Daniel (Wappengravuren auf Zinngeschirr, Nr. 1060, fol. 336v); -- Johann Jakob Reusch, Büchsenschäfter (Arbeit in die Büchsenkammer, Nr. 1068, fol. 337v; Nr. 1184-1186, fol. 346v-347r);
-- Johann Wilhelm Speidel, Zinngießer (Arbeit, Nr. 1073, fol. 337v-338r);
-- Johann David Stich, Stück- und Glockengießer (Arbeit, Nr. 1101, fol. 340r);
-- Kaspar Rumpler, Goldarbeiter (Arbeit, Nr. 1106, fol. 340v);
-- Johann Christian Schumann, Hofdreher (Arbeit in die Silberkammer, Nr. 1111f, fol. 341r);
-- Johann Eberhard Kauder, Uhrmacher (Reparatur einer Uhr in der Landschreiberei, Nr. 1119, fol. 341v);
-- Johann Heinrich Kies, Gürtler (vergoldete Reitzeugbeschläge für den Erbprinzen, vergoldetes und versilbertes Reitzeug, Nr. 1129, fol. 342r);
-- Tobias Zoller, Büchsenmacher (Arbeit in die Büchsenkammer, Nr. 1147, fol. 343v);
-- Erhard Fischer, Schlosser (Bügeleisen für Prinzessin Sofia Charlotte in Kirchheim, Nr. 1186, fol. 347r).
Ausgaben für Zehrungen:
- Zehrgeld für Joseph Lautenschlager, Werkmeister zu Straßburg (Nr. 1219f, fol. 352r).
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.