Anspruch auf das in der Herrlichkeit Weisweiler liegende Erbe der Catharina Müller im Wert von über 1000 Goldgulden. Das Ehepaar Werner Müller und Elisabeth Jenneß hatte mehrere Kinder, von denen jedoch nur die Tochter Catharina den Vater überlebte. Elisabeth Jenneß heiratete in zweiter Ehe Johann Klarwasser, mit dem sie den Sohn Paul hatte. Catharina starb ohne Nachkommen zu Lebzeiten ihrer Mutter, die sich als rechtmäßige Erbin ihrer Tochter ansah, den Besitz über zehn Jahre hielt und darauf liegende Schulden beglich. Als Elisabeth starb, hinterließ sie den umstrittenen Besitz ihrem Sohn Paul. Nun nahmen die Appellaten als Brüder des Werner Müller die Güter in Besitz, da Elisabeth nicht Erbin, sondern nur Leibzüchterin gewesen sei. Sie berufen sich dabei auf die Zustimmung der Herren der Herrlichkeit Weisweiler, des Grafen von Schellart und des Herrn von Hatzfeldt.
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Anspruch auf das in der Herrlichkeit Weisweiler liegende Erbe der Catharina Müller im Wert von über 1000 Goldgulden. Das Ehepaar Werner Müller und Elisabeth Jenneß hatte mehrere Kinder, von denen jedoch nur die Tochter Catharina den Vater überlebte. Elisabeth Jenneß heiratete in zweiter Ehe Johann Klarwasser, mit dem sie den Sohn Paul hatte. Catharina starb ohne Nachkommen zu Lebzeiten ihrer Mutter, die sich als rechtmäßige Erbin ihrer Tochter ansah, den Besitz über zehn Jahre hielt und darauf liegende Schulden beglich. Als Elisabeth starb, hinterließ sie den umstrittenen Besitz ihrem Sohn Paul. Nun nahmen die Appellaten als Brüder des Werner Müller die Güter in Besitz, da Elisabeth nicht Erbin, sondern nur Leibzüchterin gewesen sei. Sie berufen sich dabei auf die Zustimmung der Herren der Herrlichkeit Weisweiler, des Grafen von Schellart und des Herrn von Hatzfeldt.
AA 0627, 3050 - K 121/411
AA 0627 Reichskammergericht, Teil V: I-L
Reichskammergericht, Teil V: I-L >> 2. Buchstabe K
1673 - 1678 (1636 - 1686)
Enthaeltvermerke: Kläger: Johann Klarwasser im Namen seines Sohnes Paul, Weisweiler (Hzm. Jülich; Kr. Düren), (Kl.) Beklagter: Matthias (Theis) und Florenz Müller als Erben des Werner Müller, Weisweiler, (Bekl.) Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Konrad Albrecht 1673 - Subst.: Lic. Franz Eberhard Albrecht Prokuratoren (Bekl.): Dr. Christian Wilhelm Ditmar 1673 - Subst.: Lic. Franz Eberhard Albrecht - Dr. Johann Leonhard Schommartz 1677 - Subst.: (Lic. Johann) Eichrodt - Lic. Konrad Franz Steinhausen 1686 - Subst.: Lic. (Johann Adam) Roleman Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Gericht zu Weisweiler 1672 - 2. Jül.-berg. Hofgericht Düsseldorf 1672 - 3. RKG 1673 - 1678 (1636 - 1686) Beweismittel: Bd. I: Urteil der 1. Instanz 1. Juni 1672 (Q 7). Mandatum attentatorum revocatorium sine clausula 1674 (Q 18). Urteil des jül.-berg. Hofgerichts Düsseldorf in Sachen Hohenzollern ./. Walradt zu Waldeck wegen der Unterherrlichkeit Palant und eines Teils der Herrlichkeit Weisweiler 26. Okt. 1652 und andere Palant und Weisweiler betreffende Stücke ab 1644 (Q 24 - 31). Zeugenaussagen über eine Schlägerei zwischen den Parteien im Juli 1675 (Q 37). Zeugnis des Schultheißen und der Schöffen von Weisweiler und weitere Zeugenaussagen 1672 - 1675 (Q 39 - 46). Urteil des Gerichts Weisweiler in Sachen Drieß und Else Vincken ./. Werner Roerkens 4. Nov. 1637 als Präzedenzfall (Q 47), Erläuterung des Falles mit einem Urteil des Hauptgerichts Jülich 10. Juni 1636 (Q 51). Beschreibung: 2 Bde., 19 cm, 826 Bl.; Bd. I: 129 Bl., lose, Q 1 - 54 außer 22* und 34, 10 Beilagen; Bd. II: 697 Bl., gebunden, Q 34 (Vorakten).
Sachakte
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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11.05.2026, 9:28 AM CEST