Joachim zu Pappenheim, Reichserbmarschall, und Hans Rösch, Zunftmeister in Wangen, als Obleute, Hans Gißler, alter Bürgermeister in Wangen, Peter Schmid genannt Haigerlin, Bürgermeister in Leutkirch, Ulrich Rottmair, alter Stadtammann daselbst, und Hans Mettizelt, Stadtschreiber in Wangen, als Zusätze entscheiden in der Güte Streit zwischen Martin Ringlin zum Rotten (=Rotis) einerseits, Jörg, Hans d.A. und Hans d.J. Dilper ("Tylper") im Ried (=Dilpersried), Hans Unglert und Ulrich Wydlin von Grönenbach andererseits über Weide, Waldnutzung, Pfändung u.a. Demnach haben beide Parteien das Weiderecht in den Steigwiesen "vor und nach der segeß" gemeinsam, desgleichen die Wiese Hasenbüchel. Ringlin soll am 10. Mai mit seinem Vieh "abschlagen", auch die Weide im Hasenbühl nur bis zur liegenden Eiche und bestimmten Grenzmarken benutzen, wie sie von Peter Schmid, Hans Rösch und Seitz zum Seibranz gesetzt werden. Weitere Bestimmungen über die Triebwege. Grundsätzlich soll jede Partei das Vieh über eigenen Grundstücke treiben, doch wird Ringlin notfalls auf entsprechende Bitte den Weg über sein Land gestatten. Ringlin wird dem Wirt von Ausnang den Hafer bezahlen, der in der Pfändung der Tylper verzehrt wurde. Durch den Spruch sollen die Prozesse vor dem Bund und dem Landgericht zu Schwaben erledigt sein.
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Joachim zu Pappenheim, Reichserbmarschall, und Hans Rösch, Zunftmeister in Wangen, als Obleute, Hans Gißler, alter Bürgermeister in Wangen, Peter Schmid genannt Haigerlin, Bürgermeister in Leutkirch, Ulrich Rottmair, alter Stadtammann daselbst, und Hans Mettizelt, Stadtschreiber in Wangen, als Zusätze entscheiden in der Güte Streit zwischen Martin Ringlin zum Rotten (=Rotis) einerseits, Jörg, Hans d.A. und Hans d.J. Dilper ("Tylper") im Ried (=Dilpersried), Hans Unglert und Ulrich Wydlin von Grönenbach andererseits über Weide, Waldnutzung, Pfändung u.a. Demnach haben beide Parteien das Weiderecht in den Steigwiesen "vor und nach der segeß" gemeinsam, desgleichen die Wiese Hasenbüchel. Ringlin soll am 10. Mai mit seinem Vieh "abschlagen", auch die Weide im Hasenbühl nur bis zur liegenden Eiche und bestimmten Grenzmarken benutzen, wie sie von Peter Schmid, Hans Rösch und Seitz zum Seibranz gesetzt werden. Weitere Bestimmungen über die Triebwege. Grundsätzlich soll jede Partei das Vieh über eigenen Grundstücke treiben, doch wird Ringlin notfalls auf entsprechende Bitte den Weg über sein Land gestatten. Ringlin wird dem Wirt von Ausnang den Hafer bezahlen, der in der Pfändung der Tylper verzehrt wurde. Durch den Spruch sollen die Prozesse vor dem Bund und dem Landgericht zu Schwaben erledigt sein.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 519 U 422
B 519 U 416
Ausnang Amt fasc. 22 n. 04
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 519 Weingarten, Benediktinerkloster, Amt Ausnang
Weingarten, Benediktinerkloster, Amt Ausnang >> Urkunden
1512 Mai 7 (am frytag vor dem sontag Cantate)
34,3 x 56,6 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Ausstellungsort: Leutkirch
Aussteller: Joachim zu Pappenheim, Reichserbmarschall, und Hans Rösch, Zunftmeister in Wangen
Empfänger: Martin Ringlin zum Rotten (=Rotis)
Siegler: Joachim zu Pappenheim, Hans Gißler, Peter Schmid
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 3 S., 1 besch.
Vermerke: Vgl. U 535
Aussteller: Joachim zu Pappenheim, Reichserbmarschall, und Hans Rösch, Zunftmeister in Wangen
Empfänger: Martin Ringlin zum Rotten (=Rotis)
Siegler: Joachim zu Pappenheim, Hans Gißler, Peter Schmid
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 3 S., 1 besch.
Vermerke: Vgl. U 535
Dilper, Hans d.A.
Dilper, Hans d.J.
Dilper, Jörg
Gißler, Hans, Bürgermeister
Haigerlin, Peter
Mettizelt, Hans; Stadtschreiber
Ringlin zum Rotten, Martin
Rösch, Hans, Zunftmeister
Rottmair, Ulrich, Stadtammann
Schmid, Peter, genannt Haigerlin, Bürgermeister
Seitz
Tylper, Hans d.A.
Tylper, Hans d.J.
Tylper, Jörg
Unglert, Hans
Wydlin, Ulrich
Dilpersried : Lautrach MN; Einwohner
Grönenbach MN; Einwohner
Leutkirch im Allgäu RV; Bürgermeister
Leutkirch im Allgäu RV; Stadtammann
Ried = Dilpersried : Lautrach MN
Rotis : Hofs, Leutkirch im Allgäu RV; Einwohner
Rotten = Rotis : Hofs, Leutkirch im Allgäu RV
Schwaben, Bund zu
Schwaben; Landgericht
Seibranz : Bad Wurzach RV; Einwohner
Wangen im Allgäu RV; Bürgermeister
Wangen im Allgäu RV; Stadtschreiber
Wangen im Allgäu RV; Zunftmeister
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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21.11.2025, 3:19 PM CET
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