Cartellieri, Wolfgang (Bestand)
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BArch N 1092
call number: N 1092
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Nachlässe und Sammlungen >> Nachlässe >> C
1914-1969
Geschichte des Bestandsbildners: Lebenslauf
5. Okt. 1901 geb. in Heidelberg, Sohn des Historikers Prof. Alexander Cartellieri Gymnasium in Jena
1920 - 1923 Studium in Jena und München (Rechts- und Staatswissenschaften)
1926 große jur. Staatsprüfung in Berlin
bis 1945 Preuss. Und Rechtsjustizdienst, zuletzt Landgerichtsdirektor in Erfurt
1939 - 1945 Reserveoffizier
1947 - 1951 Chefredakteur des „Betriebsberater" in Heidelberg
ab 1949 zugleich Rechtsanwalt an den Landgerichten Heidelberg und Mannheim
1951 Leiter der Unterabteilung „Organisation" in der Dienststelle Blank bzw. des Bundesministers der Verteidigung von 1952 - 1954. Außerdem Chefdelegierter des Staatsausschusses beim Interimsausschuss der Europ. Verteidigungsgemeinschaft in Paris
1956 als Ministerialdirektor Leiter der Abteilung I (Recht, Wirtschaft, Verwaltung, internationale Zusammenarbeit) im Bundesatomministerium Deutscher Chefdelegierter beim Direktionsausschuss für Kernenergie des Europ. Wirtschaftsrates in Paris
seit Dez. 1958 Vertreter von Bundesatomminister Balke
15. Juli 1959 - 1966 Staatssekretär im Bundesministerium für Atomenergie und Wasserwirtschaft bzw. Bundesministerium für wissenschaftliche Forschung
seit 1961 Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft für Kernforschung m.b.H., Karlsruhe
seit 1965 Vorsitzender des Verwaltungsrates der Gesellschaft für Weltraumforschung m.b.H., Bad Godesberg
außerdem Verwaltungsratsmitglied Kernforschungsanlage Jülich des Landes Nordrhein-Westfalen e.V., Aufsichtsratspräsidialmitglied Kernreaktor Bau- und Betriebs-GmbH, Karlsruhe, Senator der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wiss. U.a.
Jan. 1964 Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland mit Stern und Schulterband
6. Juli 1969 gestorben in Bad Godesberg
Bestandsbeschreibung: Kriegstagebücher 1914-1918; Korrespondenzen und Unterlagen über Spruchkammerverfahren; Zeugenaussagen in den Nürnberger Prozessen; Unterlagen aus der Arbeit als Chefredakteur des "Betriebsberaters" in Heidelberg, zur Tätigkeit im Amt Blank und im Bundesministerium der Verteidigung; Materialien zum Atomrecht, zum Forschungsförderungsgesetz und zur Wissenschaftsorganisation der Großforschung. (Stand: 1977)
Zitierweise: BArch N 1092/...
5. Okt. 1901 geb. in Heidelberg, Sohn des Historikers Prof. Alexander Cartellieri Gymnasium in Jena
1920 - 1923 Studium in Jena und München (Rechts- und Staatswissenschaften)
1926 große jur. Staatsprüfung in Berlin
bis 1945 Preuss. Und Rechtsjustizdienst, zuletzt Landgerichtsdirektor in Erfurt
1939 - 1945 Reserveoffizier
1947 - 1951 Chefredakteur des „Betriebsberater" in Heidelberg
ab 1949 zugleich Rechtsanwalt an den Landgerichten Heidelberg und Mannheim
1951 Leiter der Unterabteilung „Organisation" in der Dienststelle Blank bzw. des Bundesministers der Verteidigung von 1952 - 1954. Außerdem Chefdelegierter des Staatsausschusses beim Interimsausschuss der Europ. Verteidigungsgemeinschaft in Paris
1956 als Ministerialdirektor Leiter der Abteilung I (Recht, Wirtschaft, Verwaltung, internationale Zusammenarbeit) im Bundesatomministerium Deutscher Chefdelegierter beim Direktionsausschuss für Kernenergie des Europ. Wirtschaftsrates in Paris
seit Dez. 1958 Vertreter von Bundesatomminister Balke
15. Juli 1959 - 1966 Staatssekretär im Bundesministerium für Atomenergie und Wasserwirtschaft bzw. Bundesministerium für wissenschaftliche Forschung
seit 1961 Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft für Kernforschung m.b.H., Karlsruhe
seit 1965 Vorsitzender des Verwaltungsrates der Gesellschaft für Weltraumforschung m.b.H., Bad Godesberg
außerdem Verwaltungsratsmitglied Kernforschungsanlage Jülich des Landes Nordrhein-Westfalen e.V., Aufsichtsratspräsidialmitglied Kernreaktor Bau- und Betriebs-GmbH, Karlsruhe, Senator der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wiss. U.a.
Jan. 1964 Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland mit Stern und Schulterband
6. Juli 1969 gestorben in Bad Godesberg
Bestandsbeschreibung: Kriegstagebücher 1914-1918; Korrespondenzen und Unterlagen über Spruchkammerverfahren; Zeugenaussagen in den Nürnberger Prozessen; Unterlagen aus der Arbeit als Chefredakteur des "Betriebsberaters" in Heidelberg, zur Tätigkeit im Amt Blank und im Bundesministerium der Verteidigung; Materialien zum Atomrecht, zum Forschungsförderungsgesetz und zur Wissenschaftsorganisation der Großforschung. (Stand: 1977)
Zitierweise: BArch N 1092/...
Cartellieri, Wolfgang, 1901-1969
63 Aufbewahrungseinheiten; 1,1 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Besondere Benutzungsbedingungen: Die Benutzung unterliegt keinen anderen Beschränkungen als der Beachtung von Persönlichkeitsschutzrechten Betroffener und Schutzwürdiger Belange Dritter.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ