Anlaß des Streits ist ein 1554 von Herzog Wilhelm von Jülich, Kleve und Berg und Graf Hermann von Neuenahr und Moers ergangener Rezeß, der für beide Parteien in einem Vergleich ihre gegenseitigen Forderungen festlegte. Gotthard von Reifferscheid, der im Dienst des Grafen Johann von Salm stand, bestreitet die korrekte Berechnung eines dem Vergleich zugrundeliegenden Geldbetrags und weist andere Schuldforderungen zurück. Der Vergleich ist nach seiner Ansicht außerdem wegen Verfahrensmängel nichtig. Der Appellat lehnt die Berufung an das RKG ab, da von einem Vergleich nicht appelliert werden könne und dies in dem Rezeß auch ausgeschlossen worden sei.
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Anlaß des Streits ist ein 1554 von Herzog Wilhelm von Jülich, Kleve und Berg und Graf Hermann von Neuenahr und Moers ergangener Rezeß, der für beide Parteien in einem Vergleich ihre gegenseitigen Forderungen festlegte. Gotthard von Reifferscheid, der im Dienst des Grafen Johann von Salm stand, bestreitet die korrekte Berechnung eines dem Vergleich zugrundeliegenden Geldbetrags und weist andere Schuldforderungen zurück. Der Vergleich ist nach seiner Ansicht außerdem wegen Verfahrensmängel nichtig. Der Appellat lehnt die Berufung an das RKG ab, da von einem Vergleich nicht appelliert werden könne und dies in dem Rezeß auch ausgeschlossen worden sei.
AA 0627, 4625 - R 423/1352
AA 0627 Reichskammergericht, Teil VII: P-R
Reichskammergericht, Teil VII: P-R >> 3. Buchstabe R
1555 - 1615 (1547 - 1575)
Enthaeltvermerke: Kläger: Gotthard (Gotthardt, Goddart) von Reifferscheid (Reifferschiedt, Ryfferscheit) zu Monheim Beklagter: Graf Johann von Salm, Herr zu Reifferscheid, Dyck und Alfter, Erbmarschall des Kurfürstentums Köln; seit 1564 als seine Witwe Elisabeth Gräfin von Henneberg; seit 1568 GrafWerner von Salm, Herr zu Reifferscheid, Dyck und Alfter, Erbmarschall des Erzstifts Köln Prokuratoren (Kl.): Amandus Wolff 1554 ? Michael Caden ? Philipp Seiblin Prokuratoren (Bekl.): Dr. Wolfgang Breyning [1553] 1555 ? Dr. Malachias Ramminger 1564 ? Dr. Alexander Reiffstock [1568] 1568 ? Dr. Christoff Reiffstock ? Dr. Leopold Digk ? Dr. Malachias Raminger Prozeßart: Appellationsprozeß Instanzen: 1. Herzog Wilhelm von Jülich, Kleve und Berg und Graf Hermann von Neuenahr und Moers (1554) ? 2. RKG 1555 - 1615 (1547 - 1575) Beweismittel: Vorakten mit Zeugenverhör (Bd. 2). Zeugenverhöre, 1569 (Q 26). Verzeichnis von Einkünften und Ausgaben von Pauwels Krans, 1547 (Bd. 1, Bl. 140 - 143). Verzeichnis der namens Graf Johann von Salm erfolgten Einnahmen und Ausgaben von Gotthard von Reifferscheid, 1548 - 1549 (Bd. 2, Bl. 10 - 90). Beschreibung: 2 Bde., 6,5 cm; Bd. 1: 159 Bl., lose, Q 1 - 14, Q 16 - 26, 14 Beilagen; Bd. 2: 150 Bl., gebunden, Q 15.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:39 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil VII: P-R (Bestand)
- 3. Buchstabe R (Gliederung)