Schriftwechsel mit den Verteidigern im Straf- und Disziplinarverfahren
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4-27-3 Lehr, Robert. Archivalien aus beruflicher, politischer und ehrenamtlicher Tätigkeit, 4-27-3-36.0000
4-27-3 Lehr, Robert. Archivalien aus beruflicher, politischer und ehrenamtlicher Tätigkeit Lehr, Robert. Archivalien aus beruflicher, politischer und ehrenamtlicher Tätigkeit
Lehr, Robert. Archivalien aus beruflicher, politischer und ehrenamtlicher Tätigkeit
1933-1936
Enthält u. a.: Beschluß in der Strafsache Lehr: Aufhebung des Haftbefehls mit der Maßgabe einer ärztlicher Behandlung in den Städtischen Krankenanstalten (26.09.1933); Rechtsanwalt Oberloskamp an Staatsrat Fritz Thyssen: nach Vorsprachen in Berlin sei nicht mit einer Niederschlagung des Strafverfahrens zu rechnen (25.10.1933); Rechtsanwalt Oswald Freisler an Robert Lehr betr. sein Mandat im Strafprozeß (16.02.1934); Aufzeichnungen Robert Lehrs zu Besprechungen mit seinen Verteidigern (15. / 22. / 27.02. sowie 02.03.1934); Beschluß in der Strafsache Lehr: dem Angeschuldigten wird gestattet, Wohnung in seinem Privathaus in Düsseldorf zu nehmen (03.03.1934); Entgegnung auf die Stellungnahme des Oberstaatsanwalts v. 26.02.1934, Vermerk zu Zeugen- und Sachverständigenaussagen nach Einreichung der Anklageschrift (o. D.) [11 Bl.]; Aktennotizen betr. u. a. Widerstände der NSDAP gegen die Verteidigung durch Oswald Freisler (o. D., [März 1934]) sowie gegen eine Einstellung des Strafverfahrens (20.03.1934); Ladung zur Hauptverhandlung in der Strafsache Lehr (17.04.1934); Aufzeichnungen zu Gesprächen mit den Verteidigern betr. Widerstände der politischen Führung gegen einen Freispruch und gegen die Mandatsausübung durch Oswald Freisler (04. / 05.05.1934); Mitteilung über Terminaufhebung in der Strafsache Lehr (05.05.1934); Oswald Freisler an Robert Lehr: mit Rücksicht auf sein Mandat als Verteidiger habe er das Amt als Gauführer im NS Juristenbund zur Verfügung gestellt (12.05.1934); Aufzeichnungen zu einer Besprechung mit den Verteidigern Oberloskamp und Cüppers: SA Oberführer Lohbeck habe auf persönliche Gefahren für Lehr im Fall eines Freispruchs hingewiesen (25.05.1934); Oswald Freisler an Robert Lehr betr. Amnestie-Gesetz v. 07.08.1934 und seine Auswirkung auf das Strafverfahren (13.08.1934); "Volksparole" Nr. 285 v. 15.10.1934 betr. das Disziplinarverfahren: "Gerüchte um Dr. Lehr"; Oswald Freisler an Reichsminister Frank betr. sein Mandat im Prozeß gegen Dr. Lehr und die ihm nahegelegte Niederlegung der Gauleitung im NS Juristenbund (17.05.1935); Schreiben an Rechtsanwalt Freisler betr. Lehrs Zulassung zur Anwaltschaft und Bemühen um Rückverleihung des Ehrenbürgerrechts der Universität Bonn sowie das Ehrengerichtsverfahren des Corps Teutonia (22.06. / 01.07.1935).
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Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:51 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Stadtarchiv Düsseldorf (Archivtektonik)
- *4 Nachlässe, Deposita, Fremdarchive (Tektonik)
- Lehr, Dr. Dr. Robert (20.8.1883 Celle - 13.10.1956 Düsseldorf) Oberbürgermeister von Düsseldorf (1924-1933) Bundesinnenminister (1950-1953) (Tektonik)
- Lehr, Robert. Archivalien aus beruflicher, politischer und ehrenamtlicher Tätigkeit (Bestand)