Bischof Otto von Münster bekundet, daß der Ritter Simon gen. von Gemen (Gemene) mit seinem Sohn Simon und der Schwiegertochter Wigburga vor dem Bischof Zehnten von gewissen Hufen in der Pfarrei Coesfeld (Cuosueldensi) dem Kloster von St. Marien in Coesfeld aufgelassen habe. Die Hufen, die den Zehnten entrichten, sind: Scherinchus den kleinen Zehnten, der Hof Niesing (Nicing) den großen und kleinen Zehnten, die Hufe beim Hof Niesing den großen und kleinen Zehnten, der Hof des Ludger Crumvote den großen und kleinen Zehnten, Modehus den großen und kleinen Zehnten, der Hof, der des Conrad (Cuonradi) genannt wird, jährlich abwechselnd den großen Zehnten und keinen kleinen Zehnten, die Hausstätte (area) ”de Hembrugge“ 16 Pfennige, die Hufe ”Aldenthorpe“ den großen und kleinen Zehnten, der Hof Mensing (Mencekinc) den großen und kleinen Zehnten, der Hof Rensing (Rencing) den großen und kleinen Zehnten, der Hof Rolving (Roluing) den großen und kleinen Zehnten, der Hof ”Wolthardinc“ den großen und kleinen Zehnten, der Hof des Johannes von Huppelswic den großen und kleinen Zehnten, der Hof bei der Wiese (supra pratum) den großen und kleinen Zehnten. Der Bischof überträgt das Eigentumsrecht an diesen Zehnten dem Kloster. Siegel des Bischofs. Datum 1256 Juni 27. mense Junii, Vo Julii, vigilia Medardi, aput cenobium fratrum in Beylar (Beilere; Niederlande) Zeugen: Bruder Ludolf vom Minoritenorden, Herr Johannes von Rhede (Rethe), Hildebrand, Pfarrer in Bocholt (de Bocholte), Heinrich, Pfarrer von Ramsdorf (Ramestorpe), Johann, Kaplan des Herrn Hermann von Didinghoue, Magister Friedrich, Schreiber, Albert Droste (dapifero), Ludbert von Suanesburen, Engelbert von Gemen (Gemene), Godefried von Gemen, Hermann Werence, und Bernhard Werence, Heinrich von Hünxe (Hungese), Bitter von Rhede (Rethe), Gerard von Lintbeke, Willikin, Kämmerer, Gerard von Lohn (Lon), Adolf Werence, Hermann Werence.