Anna von Hochsteden hatte zur Ehe mit Reinhard von Mirbach eine Jahrrente von 30 Malter Roggen jährlich, zu beziehen aus Haus Noithausen (Kr. Grevenbroich), erhalten. Die Erben Mirbach hatten diese wegen Nichtzahlung gegen die von Hochsteden eingeklagt und schließlich 1647 am RKG zugesprochen bekommen. Daraufhin hatten die von Hochsteden Regreß gegen die Appellanten geltend gemacht für die Zeit in der ihre Großmutter Maria von Eynatten Haus Noithausen als Witwe von Heinrich von Hochsteden leibzuchtweise innegehabt hatte, nämlich 1567 - 1615, und eine Erstattung in Geld zugesprochen bekommen. Die Appellanten erklären dagegen, die Rente sei schon bald gegen eine andere Erbpacht, die Mirbach zur Hebung günstiger gelegen gewesen sei, getauscht worden und die Vorfahren der Kläger selbst hätten in der Folge die Noithausener Erbpacht und nach deren Ablösung durch Herzog Wilhelm von Jülich die Ablösesumme erhalten.
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Anna von Hochsteden hatte zur Ehe mit Reinhard von Mirbach eine Jahrrente von 30 Malter Roggen jährlich, zu beziehen aus Haus Noithausen (Kr. Grevenbroich), erhalten. Die Erben Mirbach hatten diese wegen Nichtzahlung gegen die von Hochsteden eingeklagt und schließlich 1647 am RKG zugesprochen bekommen. Daraufhin hatten die von Hochsteden Regreß gegen die Appellanten geltend gemacht für die Zeit in der ihre Großmutter Maria von Eynatten Haus Noithausen als Witwe von Heinrich von Hochsteden leibzuchtweise innegehabt hatte, nämlich 1567 - 1615, und eine Erstattung in Geld zugesprochen bekommen. Die Appellanten erklären dagegen, die Rente sei schon bald gegen eine andere Erbpacht, die Mirbach zur Hebung günstiger gelegen gewesen sei, getauscht worden und die Vorfahren der Kläger selbst hätten in der Folge die Noithausener Erbpacht und nach deren Ablösung durch Herzog Wilhelm von Jülich die Ablösesumme erhalten.
AA 0627, 609 - B 1600/5171
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1661-1677 (1499- 1671)
Enthaeltvermerke: Kläger: Ferdinand von dem Bongart zu Bergerhausen, Herr zu Heyden, Blijt und Niedermörmter; ab Aug. 1663 seine Witwe Maria von Nesselrode zum Stein namens ihrer unmünd. Kinder, (Bekl.: Ferdinand und seine Schwestern Maria Katharina und Klara Margaretha) Beklagter: Erben Werners und seines Sohnes Heinrich von Hochsteden zu Noithausen: Hermann von Hochsteden zu Niederzier (Kr. Düren) und Gerhard Wilhelm von Hochsteden, Kommandant von Düren; Johann Adolf Wolff gen. Metternich zur Gracht, Köln; Wilhelm von Wylich zu Großbernsau (Rheinisch-Bergischer Kr.) und Enzen (Kr. Euskirchen), Köln; Arnold Waldbott von Bassenheim zu Gudenau und die Witwe des Hans Werner von Hochsteden; Maria von Kinzweiler, Haus Zier; ab Mai 1662 Maria Quadt [von Wickrath] zu Buschfeld, Witwe [des Ferdinand] Waldbott von Bassenheim, (Kl.: Johann Adolf Wolff, Hermann und Gerhard Wilhelm von Hochsteden; Wilhelm von Wylich; Ferdinand Waldbott von Bassenheim; M. verwitwete von Hochsteden); als Interessent ab Apr. 1664 Erzbischof Maximilian Heinrich von Köln Prokuratoren (Kl.): Lic. Bernhard Henningh 1661, 1663 - Subst.: Dr. Johann Nikolas Höen 1661 - Subst.: Lic. Hansen 1663 Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Ulrich Stiuber 1661 - Subst.: Dr. Wilhelm Heinrich Goll - Lic. Wallraff [?] 1661 - Lic. Johann Wallraff 1662 - Subst.: Dr. Johann Leonhard Schommartz - Dr. Johann Leonhard Schommartz 1662 - Subst.: Dr. Johann Ulrich Stieber - für den Kurfürsten: Lic. Johann Wallraff [1658] 1664 - Subst.: Lic. Franz Eberhard Albrecht Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Jül.-berg. Regierung (Kanzler und Räte) zu Düsseldorf bzw. Herzog Philipp Wilhelm 1659-1661 - 2. RKG 1661-1677 (1499- 1671) Beweismittel: Acta priora (Q 20). Bd. 1: Attest des Dr. med. Everhard von der Ketten, Köln, 1662 (50). Rationes decidendi der 1. Instanz, 1661 (53-56). Interzession des Herzogs Philipp Wilhelm von Jülich- Berg an den RKG-Richter zugunsten der Gebrüder von Hochsteden, 1663 (93, 95). Vertrag zwischen den Erben von Mirbach zu Tegelen und den Erben von Hochsteden, 1653 (147f.). Auszug aus einem Verzeichnis von 1661, über den Preis von 30 Mltr. Roggen Grevenbroicher Maßes von 1567 bis 1645 (166 - 169). Bd. 2: Heiratsverschreibung zwischen Reinhard von Mirbach und Anna von Hochsteden, 1499 (5-17). Vertrag zwischen den Gebrüdern Wilhelm und Otto von dem Bongart als Erben Marias von Eynatten, verwitwete von dem Bongart, und sämtl. Erben von Hochsteden, 1617 (17-24). Kornpreise 1567-1615 (182-189); Bd. 3: Aufstellung der Noithausener Renteneinkünfte, 1657-1616; Rentbuch des Hauses Noithausen, 1598 (Umfang: 3 cm). Beschreibung: 2 Bde., 8,5 cm; Bd. 1: 4,5 cm, 180 Bl., lose; Q 1 - 19, 21 - 74, 3 Beilagen; Bd. 2: 4 cm, 246 Bl., geb.; Q 20.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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28.04.2026, 8:18 AM CEST
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