Hein Kremer und seine Frau Eva, wohnhaft zu Niederbrechen, verkaufen Magdalena von Irmtraut ('Ehrentraudt'), Äbtissin, und dem Konvent des Klosters Gnadenthal für 100 Gulden Limburger Währung zu je 24 Albus, welche diese ihnen bezahlt haben, 5 Gulden Frankfurter Währung zu je 27 Albus und setzen dafür zu Unterpfand: 'Erstlichen in dem Sternnbacher feldt 1 sd. in den kautenstuckern uf unßerm gnedigsten hern zu Trier und under Jost Schefern. Item noch im selben feldt 1 sd. uf Claus Eselnn und under Debes Eseln, auch in kautenstuckern. Item noch 1 sd. bei der wartt uf Jacob Eisennbachen und under Wilhelm Raugrauen. Item noch im selben feldt 1 sd. in der Soll uf Diterich Wernernn und under Debes Eseln. Item noch in der Soll 1 1/2 sd. uf Dieterich Raugrauenn und under Johann Rullnn. Item in dem Kalsterer wegh uf Jacob Dalban und under Peter Steuln. Item im mitelfeldt 1 1/2 sd. hinder der alten wart zwischen Heidrich Beckers witwen und Jorgen von Menßfeldenn. Item 1 sd. noch uf der alten wart uf Christian Holern und under Dieterichen Wernnern. Noch 1 sd. im Flöß zwischen Philips Reichman und Wilhelm Raugrauenn und dan noch 1 sd. wießenn uf dem Rinckerplatz uf Peter Zeipeln und under Johan Schneidernn'. Sie verpflichten sich, die Gülte jährlich am 11. November auf eigene Kosten und Gefahr nach Gnadenthal oder eine Meile Wegs umher, wohin sie gewiesen werden, zu entrichten. Bei Leistungsversäumnis kann das Kloster die Unterpfänder, wie am Gericht Niederbrechen üblich, einziehen ('auf und einholen'). Der Wiederkauf ist 14 Tage vor oder nach dem 11 November gegen vierteljährige Kündigung gestattet. Ebenso kann das Kloster die Hauptsumme mit vierteljähriger Kündigungsfrist zurückfordern. - Siegel des Gerichts Niederbrechen, das Kuno Widerholdt, Schultheiß, Hartmann Zolman, Dietrich Schmit, Jorg Becker, Peter Schmidt, Jacob Zeutzscheim, Jakob Nagel, Wilhelm Schor, Dietrich Benthel, Hartmann Weitzelman, Hans Rucker, Christgen Holer und Endres Werner, Schöffen, ankündigen.

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Hessisches Hauptstaatsarchiv
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