Rückständige Heiratssteuer für die Appellatin von 10000 Rtlr., die ihr bei ihrer 1. Eheschließung mit Johann Werner von Wevorden, Herrn zu Drove, 1657 von ihren Eltern Johann Adam von Anstel und Agnes von Holtzem verschrieben und wofür das Gut zu Nieder-Außem (Kr. Bergheim) verhypothekisiert worden war, das nach ihres Vaters Tod ihr Bruder Wilhelm Heinrich in Besitz nahm. Bereits die 1. Instanz hatte mit Urteil von 1683 Anna Elisabeth die rückständige Heiratssteuer zugesprochen. Das RKG verwarf mit Urteil vom 11. März 1687 die Appellation und bestätigte das Urteil der Vorinstanz. 1687 wurde Anna Elisabeth in das Gut zu Nieder- Außem immittiert.
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Rückständige Heiratssteuer für die Appellatin von 10000 Rtlr., die ihr bei ihrer 1. Eheschließung mit Johann Werner von Wevorden, Herrn zu Drove, 1657 von ihren Eltern Johann Adam von Anstel und Agnes von Holtzem verschrieben und wofür das Gut zu Nieder-Außem (Kr. Bergheim) verhypothekisiert worden war, das nach ihres Vaters Tod ihr Bruder Wilhelm Heinrich in Besitz nahm. Bereits die 1. Instanz hatte mit Urteil von 1683 Anna Elisabeth die rückständige Heiratssteuer zugesprochen. Das RKG verwarf mit Urteil vom 11. März 1687 die Appellation und bestätigte das Urteil der Vorinstanz. 1687 wurde Anna Elisabeth in das Gut zu Nieder- Außem immittiert.
AA 0627, 85 - A 425/984
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 1. Buchstabe A
1683-1688 (1657-1688)
Enthaeltvermerke: Kläger: Wilhelm Heinrich von Anstel zu Holtrop (Kr. Bergheim) und Keldenich, (Bekl.); ab Feb. 1688 seine Erben: [die kurköln. Räte Lic.] Peter Alexander Bossart und [Dr.] Johann Holter Beklagter: Anna Elisabeth von Boecop (Bokopp, Böcop), geb. Freiin von Anstel, seine Schwester als Witwe Johann Werners von Wevorden, Herrn zu Drove (Kr. Düren); ab Sept. 1684 auch ihr 3. Ehemann Heinrich Alexander von Gevertzhaen zu Birgel, (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Marx Giesenbier 1683 - Subst.: Dr. Johann Friedrich Stieber Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Friedrich Stieber 1684 - Subst.: Dr. Johann Georg Erhardt Prozeßart: Appellations- und Mandatsprozeß Instanzen: 1. Jül.-berg. Kanzlei zu Düsseldorf 1681-1683 - 2. RKG 1683-1688 (1657-1688) Beweismittel: Bd. 1: Heiratsverschreibung Anna Elisabeths und Johann Werners von Wevorden, Sohn des verstorbenen Arnold Heinrich von Weworden und seiner Frau Gerardina geb. von Frankeshoven, 1657 (44-47). Rechtsgutachten (74-77). Bd. 2: Vorakten. Beschreibung: 2 Bde. , 5 cm; Bd. 1: 2 cm 77 Bl., geb.; Q 1-13, 15-35, 1 Beilage; Q 3 (Bl. 18) im unteren Teil beschädigt; Bd. 2: 3 cm, 172 Bl., geb.; Q 14.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.05.2026, 09:45 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
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- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil I: A-B (Bestand)
- 1. Buchstabe A (Gliederung)