Schreiben von R. Kleimann, Lehrer aus Lenzinghausen, Gemeinde Spenge, Kreis Herford, an Oswald Stallmann
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Stadt Minden WN 27 Nachlass Oswald Stallmann, Nr. 36
Stadt Minden WN 27 Nachlass Oswald Stallmann Nachlass Oswald Stallmann
Nachlass Oswald Stallmann
1940
Enthält: "Es ist schon über ein Jahr, daß Du hier warst. Nun bist Du mit vielen unsern Alters schon ½ Jahr Soldat. Ich war nur kurze Zeit eingezogen. Wir kauften in Bünde die Kraftfahrzeuge für die Wehrmacht auf und sind, nachdem diese Arbeit getan war, wieder entlassen. Ich rechne aber jeden Tag damit, daß man mich wiederholt [!]. Es werden augenblicklich immer noch Leute von meinem Alter einberufen. Fritz Schlüter Westerenger muß jetzt auch weg. Im Kreise Herford sind überhaupt viel Lehrer eingezogen. Herr Kleine ist schon von Anfang an im Westen. Ich hatte die Südspenger Kinder zum größten Teil mit hier. Kracht ist allein und in Wallenbrück ist Karl Greimann auch fort. Die Lehrerin ist dort allein mit über 100 Kindern. Reinhold Heidemann muß jetzt in Wallenbrück aushelfen. In Spenge ging es bis jetzt noch gut, da Herr Lünstroth wieder einsprang. […] Möge uns das neue Lebensjahr den Frieden bringen und Dir eine glückliche Heimkehr.", 12. Febr. 1940
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:14 MEZ
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