Katharina Gengin die Müllerin, seßhaft zu Steinenbach ("Stainibach"), Witwe des Müllers Hans Grübel, verkauft Konrad Wochner dem Becken, Bürger und seßhaft zu Altdorf, für 100 lb h Ravensburger Währung Haus, Hofstatt, Hofraite und Garten in Altdorf zwischen den Bächen bzw. zwischen Henggi Müllers und ¿Jos Gengs Mühlen. Die Veräußerung erfolgt mit Zustimmung ihrer Kinder Peter Müller, seßhaft in Zollenreute, sowie seiner Geschwister Hans, Jos, Konrad, Anne, Grete, Ursula, Fid und Else sowie der Schwiegersöhne Heinz Gäldrich zu Stainibach, Peter Pentilin zu Luggberg (=Lupberg?), und Rietheinz zu Schwarzenbach. Das Haus wird als Eigen verkauft, ist aber belastet mit einem Ewigzins von 6 ß d zugunsten der Kustorei des Klosters Weingarten und 2 ß d Steuer für den Flecken Altdorf. Über die Einfriedung wird bestimmt: Henggi Müller und seine Nachkommen sollen die Einfriedung ("den frid") zwischen seiner Wiese und dem verkauften Garten vollends schließen. Die Besitzer der Mühle, die oberhalb des verkauften Hauses liegt, sollen den "frid" zwischen Haus und Mühle vollenden und dort die Einfriedung auf ihr Grundstück setzen. Ein Plätzlein am Haus ist durch Marken abgegrenzt und als Markrecht und rechtes Eigen zur Mühle geschlagen worden. Dieses ist auch mit einem Ewigzins von 18 d Ravensburger Währung zugunsten der unteren Pfarrkirche in Altdorf belastet. Wenn die Müller der genannten Oberen Mühle diesen "boden und bletz" mit einem Stall oder Schuppen ("schopf") bebauen wollen, müssen sie das "uff ir aigen schwellen in aigen sul und gespenng binden machen". Sie dürfen auch den Laden, der am verkauften Haus durch die Mauer gebrochen ist, nicht verbauen bzw. ihn des Lichts berauben. Die Verkäuferin verspricht Fertigung und Gewährleistung nach Eigens Recht sowie dem Recht des Fleckens Altdorf und dem Rechten.
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Katharina Gengin die Müllerin, seßhaft zu Steinenbach ("Stainibach"), Witwe des Müllers Hans Grübel, verkauft Konrad Wochner dem Becken, Bürger und seßhaft zu Altdorf, für 100 lb h Ravensburger Währung Haus, Hofstatt, Hofraite und Garten in Altdorf zwischen den Bächen bzw. zwischen Henggi Müllers und ¿Jos Gengs Mühlen. Die Veräußerung erfolgt mit Zustimmung ihrer Kinder Peter Müller, seßhaft in Zollenreute, sowie seiner Geschwister Hans, Jos, Konrad, Anne, Grete, Ursula, Fid und Else sowie der Schwiegersöhne Heinz Gäldrich zu Stainibach, Peter Pentilin zu Luggberg (=Lupberg?), und Rietheinz zu Schwarzenbach. Das Haus wird als Eigen verkauft, ist aber belastet mit einem Ewigzins von 6 ß d zugunsten der Kustorei des Klosters Weingarten und 2 ß d Steuer für den Flecken Altdorf. Über die Einfriedung wird bestimmt: Henggi Müller und seine Nachkommen sollen die Einfriedung ("den frid") zwischen seiner Wiese und dem verkauften Garten vollends schließen. Die Besitzer der Mühle, die oberhalb des verkauften Hauses liegt, sollen den "frid" zwischen Haus und Mühle vollenden und dort die Einfriedung auf ihr Grundstück setzen. Ein Plätzlein am Haus ist durch Marken abgegrenzt und als Markrecht und rechtes Eigen zur Mühle geschlagen worden. Dieses ist auch mit einem Ewigzins von 18 d Ravensburger Währung zugunsten der unteren Pfarrkirche in Altdorf belastet. Wenn die Müller der genannten Oberen Mühle diesen "boden und bletz" mit einem Stall oder Schuppen ("schopf") bebauen wollen, müssen sie das "uff ir aigen schwellen in aigen sul und gespenng binden machen". Sie dürfen auch den Laden, der am verkauften Haus durch die Mauer gebrochen ist, nicht verbauen bzw. ihn des Lichts berauben. Die Verkäuferin verspricht Fertigung und Gewährleistung nach Eigens Recht sowie dem Recht des Fleckens Altdorf und dem Rechten.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III U 454
06816
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III >> Urkunden >> 15. Jahrhundert
1459 August 11 (an dem nächsten samstag nauch sant Laurentzen tag des hailigen martrers)
26 x 47,4 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Schaden: Pergament eingerissen
Ausstellungsort: Altdorf
Aussteller: Katharina Gengin die Müllerin, seßhaft zu Steinenbach ("Stainibach")
Empfänger: Konrad Wochner der Beck, Bürger und seßhaft zu Altdorf
Siegler: Klaus Sorg, Ammann zu Altdorf
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S.
Ausstellungsort: Altdorf
Aussteller: Katharina Gengin die Müllerin, seßhaft zu Steinenbach ("Stainibach")
Empfänger: Konrad Wochner der Beck, Bürger und seßhaft zu Altdorf
Siegler: Klaus Sorg, Ammann zu Altdorf
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S.
Gäldrich, Heinz
Geng, Jos
Geng, Katharina
Grübel, Hans
Grübel, Katharina
Müller, Anna
Müller, Els
Müller, Fid
Müller, Grete
Müller, Hans
Müller, Henggi
Müller, Jos
Müller, Konrad
Müller, Peter
Müller, Ursula
Pentilin, Peter
Riet, Heinz
Sorg, Klaus, Ammann
Wochner, Konrad
Altdorf = Weingarten RV
Altdorf = Weingarten RV; Ammann
Altdorf = Weingarten RV; Einwohner
Altdorf = Weingarten RV; Gemeinde
Altdorf = Weingarten RV; Obere Mühle
Altdorf = Weingarten RV; Pfarrkirche
Altdorf = Weingarten RV; Recht
Luggberg s. Lupberg
Lupberg = Ober- und Unterlupberg : Berg RV; Einwohner
Ravensburg RV; Währung
Schwarzenbach : Boms RV; Einwohner
Steinenbach : Blönried, Aulendorf RV; Einwohner
Weingarten RV; Kloster, Kustorei
Zollenreute : Aulendorf RV; Einwohner
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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21.11.2025, 3:28 PM CET
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- Bistümer, Stifte, Klöster und Pfarreien (Archival tectonics)
- Augustinerkloster Kreuzlingen - Restituierte Klöster (Archival tectonics)
- Weingarten, Benediktinerkloster (Archival holding)
- Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III (Archival holding)
- Urkunden (Classification)
- 15. Jahrhundert (Classification)