Dillmanngymnasium Stuttgart (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, FL 210/1 I
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Untere Verwaltungsbehörden seit um 1945 >> Geschäftsbereich Kultusministerium >> Schulen
1941-1977
Überlieferungsgeschichte
Das Dillmann-Gymnasium Stuttgart, benannt nach seinem ersten Rektor, wurde 1867 als realistische Abteilung des Stuttgarter Königlichen Gymnasiums errichtet und 1872 als Realgymnasium verselbstständigt. Sein Bildungskonzept bestand in der Verbindung von klassischen und modernen Bildungsinhalten. Der besondere 'Dillmann-Schultypus' eines naturwissenschaftlich-mathematischen Zuges mit Latein als erster Fremdsprache konnte bis in die Gegenwart erhalten werden. - Der 1989 abgegebene Bestand enthält überwiegend Akten statistischer Art, aber auch zu Unterrichtsinhalten, Prüfungen und Eltern- und Schülervertretungen.
Vorbemerkung: Die 1867 begründete "realistische Abteilung" des Stuttgarter Königlichen Gymnasiums wurde im Frühjahr 1872 von diesem abgetrennt und als Realgymnasium - später nach seinem Gründer und ersten Rektor Dillmann (1829 - 1899) benannt - verselbständigt. Dem Realgymnasium lag das Konzept zu Grunde, neben den klassischen auch die modernen Bildungsinhalte zu vermitteln, das heißt unter Beibehaltung von Latein als erster Fremdsprache das Griechische durch neue Sprachen zu ersetzen und vor allem die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer zu betonen; damit sollte dem neuen Rang der Naturwissenschaften an den Universitäten und in der Industrie entsprochen werden. 1938 wurde das Realgymnasium im Zuge der Vereinheitlichung der höheren Schulen in eine Oberschule umgewandelt. Von nun an wurde erst in der Oberstufe in zwei Zweige - einem sprachlichen und einem mathematisch-naturwissenschaftlichen - unterteilt; in der Unter- und Mittelstufe war der Unterricht für alle Schüler einheitlich. Man begann mit Englisch in der ersten Klasse, Latein wurde ab der dritten Klasse unterrichtet. Nun konnte man sich auch wieder dem ursprüngliche Konzept des Realgymnasiums zuwenden. Entgegen der Schulpolitik des Landes wurde ab 1949 wieder Latein als grundständige Sprache eingeführt, und 1957 gelang es nach hartem Ringen, den Fortbestand des "Dillmanschen Schultyps" zu sichern.
Zur Bestand: Die im vorliegenden Findbuch erfaßten Akten wurden nach Vorauswahl durch Dr. Nicole Bickhoff-Böttcher im Dezember 1989 vom Dillmann-Gymnasium an das Staatsarchiv abgegeben. Sie umfassen Unterlagen aus den Jahren 1941 bis 1977 überwiegend statistischer Art, aber auch zu Unterrichtsinhalten, Prüfungen und Eltern- und Schülervertretungen. Die Akten sind nach Aktenzeichen geordnet. Die Archivalien wurden von Inspektoranwärter Jörg Martin unter Anleitung von Dr. Bickhoff-Böttcher im Rahmen der praktischen Ausbildung für den gehobenen Archivdienst verzeichnet und verpackt. Die Reinschrift besorgte Frau Hildegard Aufderklamm. Der Bestand FL 250/1 umfaßt 25 Büschel = 0,5 lfd. Meter Akten. Ludwigsburg, im Januar 1990 Jörg Martin und Dr. Nicole Bickhoff-Böttcher Im Oktober 1994 wurde die seitherige Bestandssignatur FL 250/1 in FL 210/1 geändert.
Literatur: A. Dehlinger, Württembergs Staatswesen in seiner geschichtlichen Entwicklung bis heute, Stuttgart 1951, & 208 A. Lebsanft u.a., Dillmann Gymnasium-Stuttgart. Festschrift zur Einweihung des neuen Schulgebäudes am 29. März 1958 und zur Feier des 90jährigen Bestehens der Schule, Stuttgart 1958
Das Dillmann-Gymnasium Stuttgart, benannt nach seinem ersten Rektor, wurde 1867 als realistische Abteilung des Stuttgarter Königlichen Gymnasiums errichtet und 1872 als Realgymnasium verselbstständigt. Sein Bildungskonzept bestand in der Verbindung von klassischen und modernen Bildungsinhalten. Der besondere 'Dillmann-Schultypus' eines naturwissenschaftlich-mathematischen Zuges mit Latein als erster Fremdsprache konnte bis in die Gegenwart erhalten werden. - Der 1989 abgegebene Bestand enthält überwiegend Akten statistischer Art, aber auch zu Unterrichtsinhalten, Prüfungen und Eltern- und Schülervertretungen.
Vorbemerkung: Die 1867 begründete "realistische Abteilung" des Stuttgarter Königlichen Gymnasiums wurde im Frühjahr 1872 von diesem abgetrennt und als Realgymnasium - später nach seinem Gründer und ersten Rektor Dillmann (1829 - 1899) benannt - verselbständigt. Dem Realgymnasium lag das Konzept zu Grunde, neben den klassischen auch die modernen Bildungsinhalte zu vermitteln, das heißt unter Beibehaltung von Latein als erster Fremdsprache das Griechische durch neue Sprachen zu ersetzen und vor allem die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer zu betonen; damit sollte dem neuen Rang der Naturwissenschaften an den Universitäten und in der Industrie entsprochen werden. 1938 wurde das Realgymnasium im Zuge der Vereinheitlichung der höheren Schulen in eine Oberschule umgewandelt. Von nun an wurde erst in der Oberstufe in zwei Zweige - einem sprachlichen und einem mathematisch-naturwissenschaftlichen - unterteilt; in der Unter- und Mittelstufe war der Unterricht für alle Schüler einheitlich. Man begann mit Englisch in der ersten Klasse, Latein wurde ab der dritten Klasse unterrichtet. Nun konnte man sich auch wieder dem ursprüngliche Konzept des Realgymnasiums zuwenden. Entgegen der Schulpolitik des Landes wurde ab 1949 wieder Latein als grundständige Sprache eingeführt, und 1957 gelang es nach hartem Ringen, den Fortbestand des "Dillmanschen Schultyps" zu sichern.
Zur Bestand: Die im vorliegenden Findbuch erfaßten Akten wurden nach Vorauswahl durch Dr. Nicole Bickhoff-Böttcher im Dezember 1989 vom Dillmann-Gymnasium an das Staatsarchiv abgegeben. Sie umfassen Unterlagen aus den Jahren 1941 bis 1977 überwiegend statistischer Art, aber auch zu Unterrichtsinhalten, Prüfungen und Eltern- und Schülervertretungen. Die Akten sind nach Aktenzeichen geordnet. Die Archivalien wurden von Inspektoranwärter Jörg Martin unter Anleitung von Dr. Bickhoff-Böttcher im Rahmen der praktischen Ausbildung für den gehobenen Archivdienst verzeichnet und verpackt. Die Reinschrift besorgte Frau Hildegard Aufderklamm. Der Bestand FL 250/1 umfaßt 25 Büschel = 0,5 lfd. Meter Akten. Ludwigsburg, im Januar 1990 Jörg Martin und Dr. Nicole Bickhoff-Böttcher Im Oktober 1994 wurde die seitherige Bestandssignatur FL 250/1 in FL 210/1 geändert.
Literatur: A. Dehlinger, Württembergs Staatswesen in seiner geschichtlichen Entwicklung bis heute, Stuttgart 1951, & 208 A. Lebsanft u.a., Dillmann Gymnasium-Stuttgart. Festschrift zur Einweihung des neuen Schulgebäudes am 29. März 1958 und zur Feier des 90jährigen Bestehens der Schule, Stuttgart 1958
25 Büschel (0,5 lfd. m)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ