Fornikation des Soldaten Wagner in Artelshofen mit Margaretha Koler aus Amberg
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E 49/II Nr. 1711
E 49/II Holzschuher/Akten und Rechnungen
Holzschuher/Akten und Rechnungen
14.11.1726 - 15.11.1726
Enthält:
1726 November 14: Schreiben des Pfarrers Zacharias Händler aus Artelshofen an Johann Christoph Tetzel in Nürnberg.
Auf Meldung des Amtsknechts Michael Vogel wurde im Turm (des Schlosses) der Soldat Wagner mit der etwa 20-jährigen Margaretha Koler aus Amberg im Bett erwischt. Sie war nur mit einem Hemd bekleidet, er war betrunken. Bei der Aktion waren dabei: Die beiden Wächter Georg Schramm und Sebastian Gemel (= Gömmel). Sie hatte ihn auf einer Hochzeit in Vorra kennengelernt. Er selbst hat Frau und Kind, lebt aber angeblich aufgrund einer Erlaubnis der Kriegsherren getrennt.
Das Verhör der Beiden fand im Hause des Lorenz Kellermann statt. Dabei waren: Georg Bernhard, hiesiger Schulmeister. Kellermann selbst sowie Stephan Westphal.
1726 November 15: Schreiben eines Hofmann aus Nürnberg an den Pfarrer.
Die Herrschaft dankt für die prompte Befragung der Delinquenten. Da die Koler mittellos ist, soll sie durch den Amtsknecht wohl gezüchtiget und gebrügelt, sodann aus dem Dorf gewiesen werden. Die Bestrafung des Soldaten wird durch das Kriegsamt vollzogen werden, da er diesem untersteht.
1726 November 14: Schreiben des Pfarrers Zacharias Händler aus Artelshofen an Johann Christoph Tetzel in Nürnberg.
Auf Meldung des Amtsknechts Michael Vogel wurde im Turm (des Schlosses) der Soldat Wagner mit der etwa 20-jährigen Margaretha Koler aus Amberg im Bett erwischt. Sie war nur mit einem Hemd bekleidet, er war betrunken. Bei der Aktion waren dabei: Die beiden Wächter Georg Schramm und Sebastian Gemel (= Gömmel). Sie hatte ihn auf einer Hochzeit in Vorra kennengelernt. Er selbst hat Frau und Kind, lebt aber angeblich aufgrund einer Erlaubnis der Kriegsherren getrennt.
Das Verhör der Beiden fand im Hause des Lorenz Kellermann statt. Dabei waren: Georg Bernhard, hiesiger Schulmeister. Kellermann selbst sowie Stephan Westphal.
1726 November 15: Schreiben eines Hofmann aus Nürnberg an den Pfarrer.
Die Herrschaft dankt für die prompte Befragung der Delinquenten. Da die Koler mittellos ist, soll sie durch den Amtsknecht wohl gezüchtiget und gebrügelt, sodann aus dem Dorf gewiesen werden. Die Bestrafung des Soldaten wird durch das Kriegsamt vollzogen werden, da er diesem untersteht.
Archivale
Indexbegriff Person: Bernhard, Georg
Indexbegriff Person: Gömmel, Sebastian
Indexbegriff Person: Händler, Zacharias
Indexbegriff Person: Hofmann, N
Indexbegriff Person: Kellermann, Lorenz
Indexbegriff Person: Koler, Margaretha
Indexbegriff Person: Schramm, Georg
Indexbegriff Person: Tetzel, Johann Christof
Indexbegriff Person: Vogel, Michael
Indexbegriff Person: Wagner, N (Soldat)
Indexbegriff Person: Westphal, Stefan
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Fornikationen
Indexbegriff Person: Gömmel, Sebastian
Indexbegriff Person: Händler, Zacharias
Indexbegriff Person: Hofmann, N
Indexbegriff Person: Kellermann, Lorenz
Indexbegriff Person: Koler, Margaretha
Indexbegriff Person: Schramm, Georg
Indexbegriff Person: Tetzel, Johann Christof
Indexbegriff Person: Vogel, Michael
Indexbegriff Person: Wagner, N (Soldat)
Indexbegriff Person: Westphal, Stefan
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Fornikationen
Amberg
Artelshofen
Artelshofen, Schlossturm
Vorra
Fornikation
Pfarrer, Artelshofen
Amtsknecht Artelshofen
Trunkenheit
Wächter Dorf-
Wächter Artelshofen
Hochzeit
Trennung (Ehe)
Ehebruch
Kriegsherren
Schulmeister, Artelshofen
Verhör
Züchtigung
Ausweisung
Kriegsamt
Strafe
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 13:00 MESZ