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Es wird bekundet, dass zwischen dem kurfürstlichen Fiskus im
Namen des kurfürstlichen Leihhauses in Fulda und dem Hofrat Strecker als
Käufer und B...
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1801-1840
1818 Oktober 17
Ausfertigung, Papier, aufgedrücktes Papiersiegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Fulda den 17ten October 1818
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Es wird bekundet, dass zwischen dem kurfürstlichen Fiskus im Namen des kurfürstlichen Leihhauses in Fulda und dem Hofrat Strecker als Käufer und Besitzer des Wohnhauses Nr. 400 1/2, das ehemals Dr. Wiegand gehörte und im vierten Stadtviertel liegt, ein Vergleich geschlossen worden ist, nach dem das Leihhaus künftig auf die Ausübung des Näher- und Abtriebrechts verzichtet. Folgende Paragraphen sind darüber hinaus Bestandteile des Vergleichs: Paragraph 1. Der kurfürstliche Fiskus hat im Namen des fuldischen Leih- und Pfandhauses, versehen mit einer Autorisierung durch die kurfürstliche Regierung von 1818 Mai 15, als Nachbar des 1817 November 12 von Hofrat Strecker gekauften, ehemals Wiegandschen Hauses, erklärt, auf das ihm zustehende Näher- und Abtriebsrecht an dem Haus zu verzichten. Paragraph 2. Hofrat Strecker hat sich für sich und jeden zukünftigen Besitzer dieses Hauses verpflichtet, auf feste Anbauten an seinem Haus zu verzichten, um sowohl den Abstand zum Leih- und Pfandhaus als auch dessen Lichtverhältnisse nicht zu beeinträchtigen. Paragraph 3. Davon ausgenommen ist bei Bedarf und laut der beigelegten Handzeichnung die Verlängerung der in den Hof Streckers hineinragenden von Buttlarischen Stallung und Holzremise in der gleichen Höhe und Breite. Falls Strecker hier ein Waschhaus errichten will, ist dessen Schornstein und Rückwand sechs bis acht Fuß über die Höhe des Daches hinauszuführen, damit der austretende Rauch das Leih- und Pfandhaus nicht beeinträchtigt. Paragraph 4. Der Vergleich soll Bestandteil des gerichtlichen Währschaftsprotokolls sein. Der Verzicht zugunsten des Leih- und Pfandhauses soll im Hypothekenbuch und im Kataster vermerkt werden. Ausstellungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: 1. Seite, 2. und 3. Seite, Rückseite; Siegel: Papiersiegel) - Das fuldische Stadtgericht hat 1818 Oktober 28 (Fulda den 28ten October 1818) bekundet, dass vor ihm Hofrat Strecker und Lizenzkommissar Rang erschienen sind und gemäß einer Erklärung der 2. Abteilung der kurfürstlichen Regierung von 1818 Oktober 23 erklärt haben, dass sie den Bedingungen des genannten Vergleichs zustimmen und dies mit ihren Unterschriften bekräftigen. Der Inhalt des Vergleichs und die abgegebenen Erklärungen sind vom Gericht zu Protokoll genommen worden. Ankündigung der Unterfertigung. Siegelankündigung. Ausstellungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: 2. und 3. Seite, Rückseite; Siegel: Papiersiegel)
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: (Strecker manu propria
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: der kurfürstliche licent comissarius
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Rang manu propria
Das Näher- und Abtriebsrecht bezeichnet den privilegierten Anspruch auf einen Besitz im Sinn eines Vorkaufsrechts, vgl. DRW IX, Sp. 1337-1338.
Die in der Urkunde erwähnte Handzeichnung fehlt.
Information on confiscated assets
Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.