A03-Bestand Sendereihe "Politik aus erster Hand" / "Aus erster Hand" (Bestand)
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HF/1975.E-HF/1979.E
BR, Historisches Archiv (Archivtektonik) >> Tektonikgruppe A = Akten >> A03 Bestandsgruppe Hörfunk >> A03-Bestand Sendereihen Hörfunk (teilweise digital) >> A03-Bestand Sendereihe "Politik aus erster Hand / Aus erster Hand" 1951-1990 (Findbuch online, auch digital)
1951 - 1990
Form und Inhalt: "Diese Reihe ist als Gegenstück zu den wöchentlichen Darstellungen unserer Kommentatoren gedacht. Es soll unseren Hörern nicht nur die Meinung bedeutender politischer Publizisten über die Ereignisse vermittelt werden, sondern mehr als bisher eine Darstellung aus dem Munde derjenigen deutschen und europäischen Politiker, die diese Ereignisse bestimmen. Der Kreis der Redner wird auf die wirklich massgebenden Persönlichkeiten beschränkt bleiben."
Mit dieser Presseinformation wirbt der Bayerische Rundfunk im Februar 1951 für seine neue Sendereihe, die als Fortsetzung des "Mittwoch-Kommentar" in der Redaktion Politik ausgestrahlt wird. Die Reihe wurde am 7.2.1951 von Konrad Adenauer (CDU) eröffnet, der danach noch neun Mal in "Politik aus erster Hand" spricht. Ihm folgte eine Woche später der damalige Oppositionsführer Kurt Schumacher (SPD). Weitere Persönlichkeiten des politischen Lebens, die besonders häufig zu Wort kamen, waren Franz Josef Strauß (CSU), Rudolf Eberhard (CSU), Carlo Schmid (SPD), Fritz Erler (SPD) und Thomas Dehler (FDP). Ab Mitte der 1950er Jahren hieß eine Sendung pro Monat "Bonn im Januar", "Bonn im Februar".
Die Politische Redaktion bemühte sich, jeweils jene Persönlichkeit für einen Beitrag zu gewinnen, deren Meinung oder deren Aufgabengebiet gerade in besonderem Maß öffentliches Interesse beanspruchen darf. "Politik aus erster Hand" hatte ein großes Echo, die Rundfunkansprachen gingen vorab als Hektographien an die Presse und waren mit dem Vermerk "Achtung Sperrfrist" versehen, der bis zur Sendung galt. Der Schwerpunkt der Kommentarreihe lag auf der Außenpolitik. Thematisiert wurden besonders die großen außenpolitischen Entscheidungen der Nachkriegszeit, wie Europaratsmitgliedschaft, Saarstatut, Schuman-Plan oder EVG-Vertrag. Weitere häufige Themen waren der Föderalismus sowie Grundsatzfragen der Wirtschafts- und Finanzpolitik.
Ab 5.10.1966 heißt die Reihe "Aus erster Hand". Die Umbenennung war nötig geworden, da die Sendereihe, bislang Parlamentariern und Kabinettsmitgliedern aus Land und Bund vorbehalten, erweitert wurde: sie soll Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus Politik und Kultur, Wissenschaft und Publizistik, aus den Kirchen und Gewerkschaften, aus der Wirtschaft und Bundeswehr Gelegenheit geben, ihren Standpunkt zu aktuellen Fragen darzulegen.
Das Findbuch, Teil I umfasst 649 Manuskripte zwischen 1951 und 1966. Alle Manuskripte wurden gescannt und können im Digitalen Lesesaal des Historischen Archivs von berechtigten Nutzer/innen eingesehen werden. Jede Ansprache der Sendereihe ist mit den zentralen inhaltlichen Themen erschlossen. Das Findbuch ist chronologisch sortiert. Angehängt ist ein Personenregister.
Das Findbuch, Teil II umfasst 389 Manuskripte zwischen 1966 und 1990. Alle Manuskripte wurden gescannt und können im Digitalen Lesesaal des Historischen Archivs von berechtigten Nutzer/innen eingesehen werden. Allerdings ist der Bestand nicht vollständig und gerade aus den letzten zehn Jahren der Sendereihe ist nur ein kleiner Teil der Manuskripte archiviert. Oftmals liegen lediglich zusammenfassende Pressemeldungen vor. Jede Ansprache der Sendereihe ist mit den zentralen inhaltlichen Themen erschlossen. Das Findbuch ist chronologisch sortiert. Angehängt ist ein Personenregister.
Mit dieser Presseinformation wirbt der Bayerische Rundfunk im Februar 1951 für seine neue Sendereihe, die als Fortsetzung des "Mittwoch-Kommentar" in der Redaktion Politik ausgestrahlt wird. Die Reihe wurde am 7.2.1951 von Konrad Adenauer (CDU) eröffnet, der danach noch neun Mal in "Politik aus erster Hand" spricht. Ihm folgte eine Woche später der damalige Oppositionsführer Kurt Schumacher (SPD). Weitere Persönlichkeiten des politischen Lebens, die besonders häufig zu Wort kamen, waren Franz Josef Strauß (CSU), Rudolf Eberhard (CSU), Carlo Schmid (SPD), Fritz Erler (SPD) und Thomas Dehler (FDP). Ab Mitte der 1950er Jahren hieß eine Sendung pro Monat "Bonn im Januar", "Bonn im Februar".
Die Politische Redaktion bemühte sich, jeweils jene Persönlichkeit für einen Beitrag zu gewinnen, deren Meinung oder deren Aufgabengebiet gerade in besonderem Maß öffentliches Interesse beanspruchen darf. "Politik aus erster Hand" hatte ein großes Echo, die Rundfunkansprachen gingen vorab als Hektographien an die Presse und waren mit dem Vermerk "Achtung Sperrfrist" versehen, der bis zur Sendung galt. Der Schwerpunkt der Kommentarreihe lag auf der Außenpolitik. Thematisiert wurden besonders die großen außenpolitischen Entscheidungen der Nachkriegszeit, wie Europaratsmitgliedschaft, Saarstatut, Schuman-Plan oder EVG-Vertrag. Weitere häufige Themen waren der Föderalismus sowie Grundsatzfragen der Wirtschafts- und Finanzpolitik.
Ab 5.10.1966 heißt die Reihe "Aus erster Hand". Die Umbenennung war nötig geworden, da die Sendereihe, bislang Parlamentariern und Kabinettsmitgliedern aus Land und Bund vorbehalten, erweitert wurde: sie soll Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus Politik und Kultur, Wissenschaft und Publizistik, aus den Kirchen und Gewerkschaften, aus der Wirtschaft und Bundeswehr Gelegenheit geben, ihren Standpunkt zu aktuellen Fragen darzulegen.
Das Findbuch, Teil I umfasst 649 Manuskripte zwischen 1951 und 1966. Alle Manuskripte wurden gescannt und können im Digitalen Lesesaal des Historischen Archivs von berechtigten Nutzer/innen eingesehen werden. Jede Ansprache der Sendereihe ist mit den zentralen inhaltlichen Themen erschlossen. Das Findbuch ist chronologisch sortiert. Angehängt ist ein Personenregister.
Das Findbuch, Teil II umfasst 389 Manuskripte zwischen 1966 und 1990. Alle Manuskripte wurden gescannt und können im Digitalen Lesesaal des Historischen Archivs von berechtigten Nutzer/innen eingesehen werden. Allerdings ist der Bestand nicht vollständig und gerade aus den letzten zehn Jahren der Sendereihe ist nur ein kleiner Teil der Manuskripte archiviert. Oftmals liegen lediglich zusammenfassende Pressemeldungen vor. Jede Ansprache der Sendereihe ist mit den zentralen inhaltlichen Themen erschlossen. Das Findbuch ist chronologisch sortiert. Angehängt ist ein Personenregister.
2 Findbücher, 1038 Dateien
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
10.06.2025, 10:23 AM CEST
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