Stabsamt Winnental (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 442 a L
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Altwürttembergisches Archiv >> Topographische Auslesebestände und Bezirksbehörden >> Kammerschreibereiämter
1597, 1712-1798, 1811
Inhalt und Bewertung
1665 württembergisch.
1. Zur Geschichte des Dorfes Winnenden und des Stabsamts Winnental: Die erste urkundliche Erwähnung von Winnenden datiert von 1181 ("Wineden"). Der Ortsname weist auf eine frühmittelalterliche Ansiedlung von Wenden = Slawen hin. Nach dem Tode des 1181 genannten Gotefridus de Wineden, der vielleicht Erbauer der Burg war, ging die Herrschaft Winnenden über die v. Neuffen an die v. Weinsberg über, die sie 1325 an Württemberg verkauften. Württemberg bildete aus der Herrschaft ein Amt, später Oberamt, das 1808 mit dem Oberamt Waiblingen zusammengelegt wurde. Berthold v. Neuffen und seine Gemahlin schenkten 1288 dem Deutschen Orden Kirchensatz und Kollaturrecht der Pfarr- und späteren Schloßkirche zu Winnenden sowie einigen Grundbesitz zur Errichtung eines Ordenshauses. 1423 verlegte der Orden seinen Sitz aus der Stadt in sein neu erbautes Komtureigebäude neben die Pfarrkirche St. Jakob (= Winnental). 1665 wurde der Ordensbesitz an Herzog Eberhard III. von Württemberg verkauft. Winnental mit seinem Zubehör wurde zum Kammerschreibereigut gezogen und dort eine Schlosshofmeisterei, später ein Stabsamt eingerichtet, das man 1807 mit dem Oberamt Winnenden vereinigte. Literatur: Beschreibung des Oberamts Waiblingen, Stuttgart und Tübingen 1850 Das Land Baden-Württemberg, 3, Stuttgart 1978
2. Zur Geschichte und Verzeichnung des Bestandes: Um 1649 richtete Herzog Eberhard III. (1633 - 1674) die Kammerschreiberei ein. Diese verwaltete Neuerwerbungen des 17. und 18. Jahrhunderts, die nicht der Landesverwaltung unterstellt wurden, sondern ins Familieneigentum des herzoglichen Hauses übergingen (vgl. die "Übersicht über die Bestände des Haupt- staatsarchivs Stuttgart. Altwürttembergisches Archiv", Stuttgart 1975, S. 152). Der vorliegende Bestand A 442 a L wurde 1969 vom Staatsarchiv Ludwigsburg im Rahmen eines umfangreichen Archivalienaustausches an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart abgegeben (Az.: H.I.11a; 1969). Weitere Überlieferung dieser Provenienz sowie Archivalien betr. Winnental bzw. Winnenden finden sich in folgenden Beständen: A 138 Deutschordenskommende Winnenden A 206 Oberrat: Ältere Ämterakten A 213 Oberrat: Jüngere Ämterakten A 249 Rentkammer: Ämterakten A 259 Kammerschreiberei A 424, A 424 L Winnenden W G 42 Herzogin Sabine (Widdum Amt Winnenden) G 136 Herzog Friedrich Karl von Württemberg-Winnental H 101 Weltliche Lagerbücher. Eine Urkunde und ein Büschel des Bestandes (jetzt Bü 2) waren seither durch ein älteres, handschriftliches Verzeichnis erschlossen; fünf Büschel waren unverzeichnet. Bei der Neuverzeichnung wurde nach einer Sachgliederung, die Barbara Hoen 1997 zur Verzeichnung der altwürttembergischen Amtsbestände entwickelt hat, klassifiziert (vgl. Az. 7511.0 vom 1.1.1997). Die Verzeichnung erfolgte im Januar 1999 unter Mitwirkung der Anwärterin Caroline Schach und mit Hilfe des Computerprogramms Wordstar 5.5. Der Bestand besteht aus einer Urkunde und sechs Büscheln im Umfang von 0,1 lfd. m. Das ältere Archivverzeichnis wurde in den Bestand A 605 Ältere Repertorien eingeordnet. Stuttgart, im Januar 1999 Christine Bührlen-Grabinger
Abkürzungsverzeichnis:
Az. Aktenzeichen
betr. betreffend
Bü. Büschel
L Ludwigsburg
lfd. m laufende Meter
S. Seite
Schr. Schriftstück(e)
Tgb. Nr. Tagebuchnummer
U Urkunde
vgl. vergleiche
1 Urkunde, 6 Büschel
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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13.11.2025, 2:39 PM CET