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Schulstreitigkeiten zwischen den beiden Konfessionen in den Gemeinden Dreisbach und Tiefenbach, auch Afholderbach und anderen Orten
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Fürstentum Siegen, Landesarchiv - Akten >> 22. Siegensche Städte, Ämter, Flecken, Dorfgemeinden und Höfe ausschließlich der Stadt Siegen >> 22.3. D
1720-1722
Enthaeltvermerke: Enthält u.a.: Suppliken und Notariatsinstrumente Notariatsinstrument des Lieutenant de Kliege betreffend Störungen der katholischen Religionsausübung durch reformierte Untertanen in Nassau-Siegen (1722); Schreiben der Kreisgesandten des Fürstbistums Münster und von Kurpfalz an die katholische Regierung zu Siegen vom 27.03.1722 wegen Störungen der katholischen Religionsausübung durch reformierte Untertanen in Nassau-Siegen; Schreiben der katholischen Regierung zu Siegen an den Kurfürsten von der Pfalz vom 22.01.1722 wegen Beauftragung des Kreisdirektoralschlosskommandanten zu Siegen, Capitain Runte, zur Verhütung von gewaltsamen Übergriffen auf katholische Untertanen durch reformierte Untertanen in Siegen; Notariatsinstrument über die im katholischen Landesteil Nassau-Siegens bei Wiedereinräumung der Schulen an katholische Untertanen in Afholderbach und anderen Gegenden verübte Gewalttätigkeiten durch reformierte Untertanen (14.01.1722); Verhaltungsorder des Kreisdirektoralschlosskommandant Anthon Engelbert Runte zu Siegen für den Lieutenant Simonis (14.01.1722); Kreisdirektoralorder an den Schlosskommandanten zu Siegen vom 29.12.1721 wegen Störungen der katholischen Religionsausübung durch reformierte Untertanen in Nassau-Siegen; Schreiben der katholischen Regierung zu Siegen an den Bischof zu Münster vom 02.04.1721 wegen Störung des katholischen Schulwesens im Kirchspiel Netphen durch reformierte Untertanen; Befehl der katholischen Kanzlei zu Siegen vom 16.12.1720 an die Gemeinden Anzhausen, Feuersbach, Deuz und Afholderbach wegen Belassung der dortigen Schulmeister; Befehl des Fürsten Wilhelm Hyacinth zu Nassau-Siegen vom 06.02.1721 betreffend die Einsetzung eines reformierten Schulmeisters in den Gemeinden Dreisbach und Tiefenbach durch den preußischen Lieutenant Kitter. Korrespondenten u.a.: Lieutenant de Kliege, Notar Henrich Tillmann Leporin, Kreisdirektoralschlosskommandant Anthon Engelbert Runte (Siegen).
34 Bl.
Sachakte
Daraus: Oranien-Nassau I A 58
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.