B – Landratsamt Tübingen
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Kreisarchiv Tübingen (Archivtektonik)
Die Bildung der Landkreise 1938 beendet die Ära der Ämter. Im neugegründeten Landkreis Tübingen gingen v.a. die Oberämter Rottenburg und Tübingen, mit Tübingen als Sitz der Kreisverwaltung, auf. Als Amtsvorsteher diente der Landrat, wie man den Oberamtmann nach preußischem Vorbild seit 1928 nannte. Der Zusammenbruch 1945 brachte auch für die Landkreise viele Erneuerungen, so fungierte der Landkreis zu Friedensbeginn als eine der wichtigsten Verwaltungs- und Versorgungsebenen. Dies wurde von der Doppelfunktion der Landkreise, als unterste staatliche Ebene einerseits und Umsetzungsbehörde der kommunalen Selbstverwaltung andererseits, begünstigt.
Im Herbst 1946 fanden die ersten Kommunalwahlen statt, hierbei wurden auch die Mitglieder für den Kreistag gewählt. Der Kreistag wiederum wählt den Landrat auf 5 Jahre. Das Aufgabengebiet des Landrats umfasst, neben der Leitung der Verwaltung des Landratsamts die Vorbereitung der Kreistagssitzungen sowie seiner Ausschüsse. Er beruft Sitzungen ein, leitet diese und vollzieht die dort gefassten Beschlüsse. Sein Stellvertreter ist der Erste Landesbeamte.
Im Zuge der Gebietsreform 1973 erhielt der Landkreis seine heutige Form, dabei gelangten nicht nur Teile des ehemaligen Kreises Horb zum Kreisgebiet, auch die Bildung von Flächengemeinden veränderten das Bild des Kreises.
Die umfangreichste Bestandsgruppe B spiegelt das Verwaltungswirken des Landratsamts auf allen Hierarchieebenen wieder. Hierbei wurde die Überlieferungsschicht in 10 inhaltliche Gruppen untergliedert:
- Grundsätzliches: Amtsgrundbuch; Bodenschätzungen; Gemeindetag; Grundstücksverkauf; Hauptamt; Kirche Nellingsheim; Kreisbrandmeister; Kreistag; Landkreistag; Landrat; Oberpostdirektion; ÖPNV; Personal; Steuerungsmodelle; Verwaltungsreform; Zivil- und Katastrophenschutz
Provenienzbestand: Oberamt und Landkreis Tübingen, Abteilung 3 (1808-1962)
- Kommunalaufsicht
- Liegenschaften/Bau: Baurechtsamt; Desinfektionsanlage; Kreisbauamt; Kreisschulen
- Finanzen: Ausgleichsamt (Umsiedlungsabteilung); Finanzdezernat; Gemeindewirtschaftsrecht; Kämmerei; Kreispflege; Kreisprüfungsamt; Kreiswirtschaftsamt; Rechnungsprüfungsamt
- Ordnung: Gewerbeaufsicht; Ordnungsamt; Verkehrsamt
- Soziales: Alten- und Pflegeheim; Ausländerpersonalakten; Gesundheitsamt; Kreisernährungsamt; Sozialamt; Umsiedlungsabteilung/Asyl; Unterhaltssicherungsstelle; Wohngeldstelle; Wohnheim Bodelshausen; Wohnraumbewirtschaftung
- Jugend: Jugendamt; Jugendgerichtshilfe; Kreisjugendpflege
- Umwelt: Abfallwirtschaft; Kreisobstbauamt; Landwirtschaft; Naturschutz- und Planungsamt; Umweltamt; Wasserwirtschaftsamt
- Presse/Medien: Kreisbildstelle, Kreismedienzentrum; Kreisbildstelle (Tübingen); Pressestelle
- Kultur: Heimatpflege; Kreisarchiv; Schul- und Kulturamt
Im Herbst 1946 fanden die ersten Kommunalwahlen statt, hierbei wurden auch die Mitglieder für den Kreistag gewählt. Der Kreistag wiederum wählt den Landrat auf 5 Jahre. Das Aufgabengebiet des Landrats umfasst, neben der Leitung der Verwaltung des Landratsamts die Vorbereitung der Kreistagssitzungen sowie seiner Ausschüsse. Er beruft Sitzungen ein, leitet diese und vollzieht die dort gefassten Beschlüsse. Sein Stellvertreter ist der Erste Landesbeamte.
Im Zuge der Gebietsreform 1973 erhielt der Landkreis seine heutige Form, dabei gelangten nicht nur Teile des ehemaligen Kreises Horb zum Kreisgebiet, auch die Bildung von Flächengemeinden veränderten das Bild des Kreises.
Die umfangreichste Bestandsgruppe B spiegelt das Verwaltungswirken des Landratsamts auf allen Hierarchieebenen wieder. Hierbei wurde die Überlieferungsschicht in 10 inhaltliche Gruppen untergliedert:
- Grundsätzliches: Amtsgrundbuch; Bodenschätzungen; Gemeindetag; Grundstücksverkauf; Hauptamt; Kirche Nellingsheim; Kreisbrandmeister; Kreistag; Landkreistag; Landrat; Oberpostdirektion; ÖPNV; Personal; Steuerungsmodelle; Verwaltungsreform; Zivil- und Katastrophenschutz
Provenienzbestand: Oberamt und Landkreis Tübingen, Abteilung 3 (1808-1962)
- Kommunalaufsicht
- Liegenschaften/Bau: Baurechtsamt; Desinfektionsanlage; Kreisbauamt; Kreisschulen
- Finanzen: Ausgleichsamt (Umsiedlungsabteilung); Finanzdezernat; Gemeindewirtschaftsrecht; Kämmerei; Kreispflege; Kreisprüfungsamt; Kreiswirtschaftsamt; Rechnungsprüfungsamt
- Ordnung: Gewerbeaufsicht; Ordnungsamt; Verkehrsamt
- Soziales: Alten- und Pflegeheim; Ausländerpersonalakten; Gesundheitsamt; Kreisernährungsamt; Sozialamt; Umsiedlungsabteilung/Asyl; Unterhaltssicherungsstelle; Wohngeldstelle; Wohnheim Bodelshausen; Wohnraumbewirtschaftung
- Jugend: Jugendamt; Jugendgerichtshilfe; Kreisjugendpflege
- Umwelt: Abfallwirtschaft; Kreisobstbauamt; Landwirtschaft; Naturschutz- und Planungsamt; Umweltamt; Wasserwirtschaftsamt
- Presse/Medien: Kreisbildstelle, Kreismedienzentrum; Kreisbildstelle (Tübingen); Pressestelle
- Kultur: Heimatpflege; Kreisarchiv; Schul- und Kulturamt
Regionalverwaltung
Behörde
Grundbuch
Öffentlicher Personennahverkehr
Kommunale Verwaltungsreform
Kommunales Rechnungsprüfungsamt
Ausländerbehörde
Umweltschutz
Altenwohnheim
Naturschutz
Feuerwehr
Sozialhilfe
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.08.2025, 08:03 MESZ