Melchior Khönnis von Stetten zum kalten Markt, der in dem dem Kaiser gehörenden Forst der oberen Herrschaft Hohenberg Wildpret geschossen hat und deswegen ins Gefängnis gekommen ist, aber auf Bitten guter Herren und Freunde von seinem Herrn, Graf Joachim zu Zollern, des hl. Reiches Erbkämmerer und Hauptmann der Herrschaft Hohenberg, unter der Bedingung freigelassen wurde, auf Lebenszeit keine Büchse mehr zu gebrauchen, dem Wildpret nicht mehr nachzugehen und kein anderes Waidwerk im Forst mehr zu treiben, schwört Urfehde. Als Bürgen stellt er seinen Bruder Hänslin Khönnis, Martin Irßlinger, Pfarrer zu Stetten, Thomas Merk, Jörg Knerr, Hänslin und Jäck Dräer, alle in Stetten zum kalten Markt seßhaft, die bei Verstößen gegen die Urfehde zusammen 20 Gulden schuldig sind und versprechen, die Bürgschaft zu halten
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Melchior Khönnis von Stetten zum kalten Markt, der in dem dem Kaiser gehörenden Forst der oberen Herrschaft Hohenberg Wildpret geschossen hat und deswegen ins Gefängnis gekommen ist, aber auf Bitten guter Herren und Freunde von seinem Herrn, Graf Joachim zu Zollern, des hl. Reiches Erbkämmerer und Hauptmann der Herrschaft Hohenberg, unter der Bedingung freigelassen wurde, auf Lebenszeit keine Büchse mehr zu gebrauchen, dem Wildpret nicht mehr nachzugehen und kein anderes Waidwerk im Forst mehr zu treiben, schwört Urfehde. Als Bürgen stellt er seinen Bruder Hänslin Khönnis, Martin Irßlinger, Pfarrer zu Stetten, Thomas Merk, Jörg Knerr, Hänslin und Jäck Dräer, alle in Stetten zum kalten Markt seßhaft, die bei Verstößen gegen die Urfehde zusammen 20 Gulden schuldig sind und versprechen, die Bürgschaft zu halten
Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Ho 177 T 2 Nr. 3
Repert. X, A Nr. 13 (Kasten E, Fach 36)
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Ho 177 T 2 Herrschaft Haigerloch-Wehrstein: Urfehden
Herrschaft Haigerloch-Wehrstein: Urfehden >> 1. Urkunden
1533 Juli 27 (1533 Juli 27 (Sonntag nach Jakob))
Urkunden
Siegler: Hans Bawm [?], Schultheißen zu Ebingen
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel abgegangen
Vermerke: Dorsualvermerk: Melch Kienlins [!] von Stetten vrfechd [16. Jh.]
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel abgegangen
Vermerke: Dorsualvermerk: Melch Kienlins [!] von Stetten vrfechd [16. Jh.]
Bawm, Hans; Schultheiß zu Ebingen
Dräer, Hänslin; Stetten am kalten Markt
Dräer, Jäck; Stetten am kalten Markt
Hohenzollern, Joachim von; Graf, 1485/86-1538
Irßlinger, Martin; Pfarrer in Stetten am kalten Markt
Khönnis, Hänslin; Stetten am kalten Markt
Khönnis, Melchior; Stetten am kalten Markt
Knerr, Jörg; Stetten, am kalten Markt
Merk, Thomas; Stetten am kalten Markt
Ebingen, Albstadt BL
Stetten am kalten Markt SIG
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
03.04.2025, 13:49 MESZ
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