Klage (vor dem Ratsgericht) der Anna Volberti, Frau (1590 Witwe) Joachim Soest ./. Diederich von Heiden in Dülmen. Klägerin ist die Tochter des + Hofgerichtsnotars Pankratius Volberti; dessen Vater war Johan Volberti, Pastor in Buldern. Klägerin verlangt das Kapital und Zinsen der Rententeilung.
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B-Acta jud, 373
B-Acta jud Acta Judicialia (Rechtsstreitigkeiten)
Acta Judicialia (Rechtsstreitigkeiten) >> 1501-1600
(1522, 1546) 1586 (1587) 1590
Darin: Anlage 1 24.3. 1522 (am Abend annuntiationis Mariae) Vor dem Richter Heinrich Hardenack in Dülmen verkaufen Mathias Buxtorff und Frau Maria dem Johan Volberti, Pastor in Buldern, eine Rente aus Ihrem Hause in Dülmen vor dem Münstertor zwischen Häusern des Berndt tom Brincke und Johan Füstinck. Es verbürgen sich Johan Clene (Clesse?) Und Herman Wandtscherer. Zeugen: Heinrich Holscher und Heinrich Roeder. Anlage 2 16.4.1587 (Donnerstag nach misericordia Domini) Vor dem Offizial tritt Dirich Benninck und seine Schwägerin Alheit Volberti, Frau M. Sander Hülsow ihren Anteil an vorstehender Rente ab an ihre Schwägerin bzw. Schwester Anna Volberti, Frau Joachim Soest am Ditzfurt. Die + Frau des Benninck war Gertrud Volberti; sie hinterließ 2 Kinder: Engel und Elske. Anlage 3 11.11. 1546 (am Tage Martin) Vor den Bürgermeistern Hinrich Holscher und Gerdt Tegeder in Dülmen verzichtet Bele van Heiden, Frau Berndt Kreimer, Tochter der Eheleute Hinrich und Maria von Heiden, auf ihren Anteil an dem Hause an der Münsterstraße zwischen Häusern des Hinrich tom Brincke und des Hinrich Vüstinck. Zeugen: Johan von Heiden und Gerdt Tegeder. Erwähnt werden Reimot von Oer, Pastor in Bolton; ferner aus Dülmen: Richter Dr. Johan von Merfelt; die Bürgermeister Georg Serries und Bernhard Holterman; Stadtsekretär Heinrich Lutterman; Notar Heinrich Volbier; Johan zum Wege; Berndt Molnhecke; Diederich Bodeker; Johan Stamb; Martin Deissing.
Enthält: Der Beklagte behauptet, seine Mutter, Witwe Henrich von Heiden, geb. Maria Wenneman habe in II. Ehe den Mathias Buxtorf (Buxtert) geheiratet, der ein Wiedertäufer in Münster gewesen sei; bei der Schichtung mit der Mutter sei ihm und seiner Schwester Beele das Elternhaus zugefallen; seine Schwester habe ihm ihren Anteil überlassen; gleichwohl habe Buxtorf das Haus mit Renten, darunter mit der streitigen Rente, belastet; er hafte daher nicht; Erbe des Buxtorf oder seiner Mutter sei er nicht geworden; das Haus habe er an Klaes Brinck verkauft, der niemals Renten bezahlt habe; die gleiche Klage habe schon der Vater der Klägerin erhoben, aber zurückgenommen.
Enthält: Der Beklagte behauptet, seine Mutter, Witwe Henrich von Heiden, geb. Maria Wenneman habe in II. Ehe den Mathias Buxtorf (Buxtert) geheiratet, der ein Wiedertäufer in Münster gewesen sei; bei der Schichtung mit der Mutter sei ihm und seiner Schwester Beele das Elternhaus zugefallen; seine Schwester habe ihm ihren Anteil überlassen; gleichwohl habe Buxtorf das Haus mit Renten, darunter mit der streitigen Rente, belastet; er hafte daher nicht; Erbe des Buxtorf oder seiner Mutter sei er nicht geworden; das Haus habe er an Klaes Brinck verkauft, der niemals Renten bezahlt habe; die gleiche Klage habe schon der Vater der Klägerin erhoben, aber zurückgenommen.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:46 MEZ