Wigand von Dienheim, Amtmann zu Kreuznach, und seine Ehefrau Agnes Forstmeisterin von Gelnhausen befehlen ihren Kellern, Knechten und Gesinde zu Waldeck bei Schönau und den Schultheißen und verschiedenen Leuten und Angehörigen, die ebenfalls zu Waldeck gehören, wo die Aussteller 5 ½ von 12 Teilen von ihrem Schwager bzw. Vetter Bernhard Kreiß (+) geerbt und für 1.500 Gulden und eine Jahresgült an Kurfürst Philipp von der Pfalz verkauft haben, dass die Adressaten nun dem Pfalzgrafen und seinen Erben als ihr Erb- und Vogtherr huldigen sollen, wonach sie der Bindungen an die Aussteller ledig sind. Dies betrifft die Adressaten in den Dörfern und Weilern Heiligkreuzsteinach, Heddesbach, Neudorf, Eiterbach, Lampenhain, Bärsbach, Schimbach (Schinffenbach) und anderswo.
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Wigand von Dienheim, Amtmann zu Kreuznach, und seine Ehefrau Agnes Forstmeisterin von Gelnhausen befehlen ihren Kellern, Knechten und Gesinde zu Waldeck bei Schönau und den Schultheißen und verschiedenen Leuten und Angehörigen, die ebenfalls zu Waldeck gehören, wo die Aussteller 5 ½ von 12 Teilen von ihrem Schwager bzw. Vetter Bernhard Kreiß (+) geerbt und für 1.500 Gulden und eine Jahresgült an Kurfürst Philipp von der Pfalz verkauft haben, dass die Adressaten nun dem Pfalzgrafen und seinen Erben als ihr Erb- und Vogtherr huldigen sollen, wonach sie der Bindungen an die Aussteller ledig sind. Dies betrifft die Adressaten in den Dörfern und Weilern Heiligkreuzsteinach, Heddesbach, Neudorf, Eiterbach, Lampenhain, Bärsbach, Schimbach (Schinffenbach) und anderswo.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 1662, 202
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Perpetuum I (Kurfürst Philipp von der Pfalz) >> Urkunden
1478 September 16 (uff mitwoch nach des heiligen crutz tag exaltacionis)
fol. 158r-159r
Urkunden
Ausstellungsort: [ohne Ort]
Siegler: Wigand von Dienheim; Agnes Forstmeisterin von Gelnhausen
Siegler: Wigand von Dienheim; Agnes Forstmeisterin von Gelnhausen
Kopfregest: "Ein briff darin Wigant von Dienheim bevolhen hat den armen luten gein Waldeck mym gnedigen hern pfaltzgraven zu hulden."
Dienheim, Wigand von; Amtmann zu Oppenheim, 1438-1521
Forstmeister von Gelnhausen, Agnes; m. Wiegand von Dienheim, erw. 1478, 1495
Kreiß von Lindenfels, Bernhard; Schultheiß zu Frankfurt, -1475
Altneudorf : Schönau HD
Bärsbach : Lampenhain, Heiligkreuzsteinach HD
Eiterbach : Heiligkreuzsteinach HD
Heddesbach HD
Heiligkreuzsteinach HD
Lampenhain : Heiligkreuzsteinach HD
Schimbach : Reisen, Birkenau HP
Waldeck, Burg bei Vorderheubach : Lampenhain, Heiligkreuzsteinach HD
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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04.04.2025, 08:18 MESZ
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