Kurfürst Philipp von der Pfalz verleiht und freit das im Entstehen begriffene Bergwerk in der Gegend um Nieder-Wiesen (Nydernwissen) und regelt die zukünftige Nutzung. Verliehen wird es an seinen Hofmeister Blicker Landschad von Steinach, seinen Vogt zu Heidelberg und Ritter Simon von Balzhofen, seinen Amtmann zu Oppenheim und Ritter Hans von Kronberg, Doktor Johann Gelthus, Gilbrecht von Holzhausen und Heinrich Gelthus. Die Regelungen betreffen u. a. die Befreiung vom Zehnten für 2 Jahre, die gebührenfreie Nutzung der anderen 90 Prozent, Geleit für das Bergwerksgebiet und damit zusammenhängende An- und Abreisen, die Errichtung von Infrastruktur, die Einsetzung und Entsetzung von Personen, die Beteiligung von Bergmeistern und Bergschreibern, die Regelung gerichtlicher Fälle und Strafen sowie das Auftun neuer Bergwerke im Umkreis.
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Kurfürst Philipp von der Pfalz verleiht und freit das im Entstehen begriffene Bergwerk in der Gegend um Nieder-Wiesen (Nydernwissen) und regelt die zukünftige Nutzung. Verliehen wird es an seinen Hofmeister Blicker Landschad von Steinach, seinen Vogt zu Heidelberg und Ritter Simon von Balzhofen, seinen Amtmann zu Oppenheim und Ritter Hans von Kronberg, Doktor Johann Gelthus, Gilbrecht von Holzhausen und Heinrich Gelthus. Die Regelungen betreffen u. a. die Befreiung vom Zehnten für 2 Jahre, die gebührenfreie Nutzung der anderen 90 Prozent, Geleit für das Bergwerksgebiet und damit zusammenhängende An- und Abreisen, die Errichtung von Infrastruktur, die Einsetzung und Entsetzung von Personen, die Beteiligung von Bergmeistern und Bergschreibern, die Regelung gerichtlicher Fälle und Strafen sowie das Auftun neuer Bergwerke im Umkreis.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 1662, 201
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Perpetuum I (Kurfürst Philipp von der Pfalz) >> Urkunden
1477 September 12 (off fritag nach unser lieben frawentag nativitatis)
fol. 154r-158r
Urkunden
Ausstellungsort: Heidelberg
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz
Mit Zeigehand auf fol. 155v. Kopfregest: "Ein verschribung uber das bergwerck zu Niddernwissen."
Balzhofen, Simon von; Ritter, Vogt zu Heidelberg, Burggraf zu Starkenberg, Hofrichter, erw. 1454, 1494
Gelthaus (Gelthus), Heinrich; erw. 1477
Gelthaus (Gelthus), Johann; Doktor, erw. 1477
Holzhausen, Gilbrecht von; erw. 1477
Kronberg, Johann (Hans) von; Ritter, Amtmann zu Oppenheim, -1488
Landschad von Steinach, Blicker XIV.; kurpfälzischer Hofmeister, -1499
Nieder-Wiesen AZ
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
04.04.2025, 08:08 MESZ
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