Polizeiplanungs- und -führungsstab Niedersachsen (Bestand)
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NLA HA, Nds. 148
Nds. Landesarchiv, Abt. Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Staatliche Bestände >> 1.13 Land Niedersachsen >> 1.13.2 Inneres >> 1.13.2.3 Polizei >> 1.13.2.3.1 Obere Landesbehörden
1963-1994
Enthält: Organisation, Polizeieinsätze, Berichte und Übersichten über Protestaktionen, Sicherung ziviler atomarer Anlagen, u.a. Zwischenlager Gorleben und Schacht Konrad
Geschichte des Bestandsbildners: Vorbemerkung: Zur allgemeinen Geschichte, Organisation und Aufgaben der Polizei in Niedersachsen siehe das Gruppenvorwort zum Tektonikpunkt "Polizei" (https://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=g493 ) (zum Polizeiplanungs- und -führungsstab Niedersachsen siehe auch 2.3.3.).
Der Polizeiplanungs- und -führungsstab Niedersachsen (PPFN) wurde 1980 eingerichtet (RdErl. MI vom 6. März 1980; siehe Nds. 148, Acc. 69/94, Nr. 45). Er unterstand als Teil der Landesbereitschaftspolizeidirektion direkt der Fachaufsicht des Niedersächsischen Innenministeriums. Als Aufgabenschwerpunkte wurden ihm in der Planung die "Auswertung bedeutender polizeilicher Einsätze, Entwicklung und ständige Überprüfung von Polizeistrategien und -taktiken", die "Fortführung der zentralen Informationssammlung, -auswertung und -steuerung bezüglich aller kerntechnischen Anlagen und Bauplätze in Niedersachsen", die "ständige Überprüfung der Organisation, Ausrüstung und Ausbildung der Einheiten" sowie die Planung und Durchführung von Aus- und Fortbildungsveranstaltungen zugewiesen. Daneben sollte "bei der Bewältigung von Großlagen" die Unterstützung der Polizeibehörden als unterstellter Führungsstab treten.
Tatsächlich hat der PPFN vorwiegend berichtende, planende und gutachterliche Aufgaben für das Innenministerium wahrgenommen. Im Rahmen der Polizeireform wurde der PPFN zum 30. April 1994 aufgelöst (RdErl. MI vom 27. April 1994; siehe Nds. 148, Acc. 69/94, Nr. 45). Die Auswertung demonstrativer Gruppenaktivitäten und bedeutender polizeilicher Einsätze sowie die Koordinierung für die Landeseinsatzorganisation "Leine" gingen an die Direktion der Landesbereitschaftspolizei Niedersachsen (Dez. 13), polizeiliche Planungsaufgaben, die für die EXPO 2000 notwendig wurden, an die Polizeidirektion Hannover über.
Stand: Juli 1994
Bestandsgeschichte: Bei der Auflösung des PPFN wurden wesentliche Teile des Schriftgutes an die zuständigen Nachfolgebehörden weitergegeben (eine entsprechende Liste befindet sich in der Dienstakte 56301/148). Die übrigen Akten wurden von Herrn Dr. Brüdermann bewertet und der archivwürdige Teil als Acc. 69/94 akzessioniert.
Die Gliederung richtet sich nach den verschiedenen Aufgabengebieten des PPFN. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere Einsätze und Berichte über die Sicherung ziviler atomarer Anlagen und Bauplätze sowie des Atomaren Zwischenlagers in Gorleben und der Atommülldeponie Schacht Konrad bei Großdemonstrationen und Protesten. Die im Bestand enthaltenen, seit 1976 geführten polizeilichen "KKA-Informationen" (=Kernkraftanlagen), die umfassende Informationen über Aktionen der Atomkraftgegner enthalten, und "Berichte zum Protestgeschehen" bilden vollständige Reihen, da diese Aufgaben bei der Auflösung des PPFN wegfielen.
Stand: Juli 1994 (ergänzt Juni 2015)
Der Bestand ist im Juni 2000 durch eine weitere Abgabe (Acc. 2000/072) ergänzt worden.
Stand: Juni 2000
Bearbeiter: Christian M. Meyer (1994)
Bearbeiter: Dr. Christian Helbich (2015)
Geschichte des Bestandsbildners: Vorbemerkung: Zur allgemeinen Geschichte, Organisation und Aufgaben der Polizei in Niedersachsen siehe das Gruppenvorwort zum Tektonikpunkt "Polizei" (https://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=g493 ) (zum Polizeiplanungs- und -führungsstab Niedersachsen siehe auch 2.3.3.).
Der Polizeiplanungs- und -führungsstab Niedersachsen (PPFN) wurde 1980 eingerichtet (RdErl. MI vom 6. März 1980; siehe Nds. 148, Acc. 69/94, Nr. 45). Er unterstand als Teil der Landesbereitschaftspolizeidirektion direkt der Fachaufsicht des Niedersächsischen Innenministeriums. Als Aufgabenschwerpunkte wurden ihm in der Planung die "Auswertung bedeutender polizeilicher Einsätze, Entwicklung und ständige Überprüfung von Polizeistrategien und -taktiken", die "Fortführung der zentralen Informationssammlung, -auswertung und -steuerung bezüglich aller kerntechnischen Anlagen und Bauplätze in Niedersachsen", die "ständige Überprüfung der Organisation, Ausrüstung und Ausbildung der Einheiten" sowie die Planung und Durchführung von Aus- und Fortbildungsveranstaltungen zugewiesen. Daneben sollte "bei der Bewältigung von Großlagen" die Unterstützung der Polizeibehörden als unterstellter Führungsstab treten.
Tatsächlich hat der PPFN vorwiegend berichtende, planende und gutachterliche Aufgaben für das Innenministerium wahrgenommen. Im Rahmen der Polizeireform wurde der PPFN zum 30. April 1994 aufgelöst (RdErl. MI vom 27. April 1994; siehe Nds. 148, Acc. 69/94, Nr. 45). Die Auswertung demonstrativer Gruppenaktivitäten und bedeutender polizeilicher Einsätze sowie die Koordinierung für die Landeseinsatzorganisation "Leine" gingen an die Direktion der Landesbereitschaftspolizei Niedersachsen (Dez. 13), polizeiliche Planungsaufgaben, die für die EXPO 2000 notwendig wurden, an die Polizeidirektion Hannover über.
Stand: Juli 1994
Bestandsgeschichte: Bei der Auflösung des PPFN wurden wesentliche Teile des Schriftgutes an die zuständigen Nachfolgebehörden weitergegeben (eine entsprechende Liste befindet sich in der Dienstakte 56301/148). Die übrigen Akten wurden von Herrn Dr. Brüdermann bewertet und der archivwürdige Teil als Acc. 69/94 akzessioniert.
Die Gliederung richtet sich nach den verschiedenen Aufgabengebieten des PPFN. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere Einsätze und Berichte über die Sicherung ziviler atomarer Anlagen und Bauplätze sowie des Atomaren Zwischenlagers in Gorleben und der Atommülldeponie Schacht Konrad bei Großdemonstrationen und Protesten. Die im Bestand enthaltenen, seit 1976 geführten polizeilichen "KKA-Informationen" (=Kernkraftanlagen), die umfassende Informationen über Aktionen der Atomkraftgegner enthalten, und "Berichte zum Protestgeschehen" bilden vollständige Reihen, da diese Aufgaben bei der Auflösung des PPFN wegfielen.
Stand: Juli 1994 (ergänzt Juni 2015)
Der Bestand ist im Juni 2000 durch eine weitere Abgabe (Acc. 2000/072) ergänzt worden.
Stand: Juni 2000
Bearbeiter: Christian M. Meyer (1994)
Bearbeiter: Dr. Christian Helbich (2015)
4,5
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.06.2025, 12:45 PM CEST