Michael Fischer (Vischer) d. J. von Emersacker schwört nach der Entlassung aus dem Gefängnis von Ulrich von Knöringen zu Emersacker Urfehde. Der A. wurde bestraft, weil er am Sonntag und an anderen Feiertagen Heu geerntet und andere Arbeiten getan hatte, in der Fastenzeit im Haus eines Juden zusammen mit dem Juden und anderen Christen Fleisch gegessen hatte, bei einem Gerichtsverfahren gegen Ulrich von Knöringen wegen eines Frevels den Urteilssprechern gesagt hatte, er werde sie aus der Stube hinaus schlagen und auf einer Wiesmahd, Kling genannt, die bisher jedes Jahr Heu gab, auch Öhmd wachsen und ernten wollte, obwohl es ihm der Vogt verboten hatte. A. setzt Leonhard Buchschuster, Matthias Hodum, Valentin Model, Jörg Hodum, Martin Mayrlin und seinen Vater Michael Fischer d. Ä., alle von Emersacker, als B. ein.
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Michael Fischer (Vischer) d. J. von Emersacker schwört nach der Entlassung aus dem Gefängnis von Ulrich von Knöringen zu Emersacker Urfehde. Der A. wurde bestraft, weil er am Sonntag und an anderen Feiertagen Heu geerntet und andere Arbeiten getan hatte, in der Fastenzeit im Haus eines Juden zusammen mit dem Juden und anderen Christen Fleisch gegessen hatte, bei einem Gerichtsverfahren gegen Ulrich von Knöringen wegen eines Frevels den Urteilssprechern gesagt hatte, er werde sie aus der Stube hinaus schlagen und auf einer Wiesmahd, Kling genannt, die bisher jedes Jahr Heu gab, auch Öhmd wachsen und ernten wollte, obwohl es ihm der Vogt verboten hatte. A. setzt Leonhard Buchschuster, Matthias Hodum, Valentin Model, Jörg Hodum, Martin Mayrlin und seinen Vater Michael Fischer d. Ä., alle von Emersacker, als B. ein.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 442 U 72
Staatsarchiv Nürnberg - Repositur 208 - Weiltingen, Urkunden - Büschel 5 / No 36
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 442 Oberamt Weiltingen
Oberamt Weiltingen >> Urkunden
1538 Juli 5 (auff Freytag nach Sanct Peters des helgen zwelffbotten tag)
Urkunden
Deutsch
Zeugen: (1) Wolf Henlin, Vogt zu Welden; (2) Hans Riss, Hofbauer, Richter zu Welden.
Siegler: Auf Bitten des A. und der B.: Karolus von Welden zu Welden.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Sg.
Siegler: Auf Bitten des A. und der B.: Karolus von Welden zu Welden.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Sg.
Buchschuster; Leonhard, Emersacker
Fischer, Michael d. Ä., Emersacker
Fischer, Michael d. J., Emersacker
Henlin; Wolf, Welden
Hodum; Jörg, Emersacker
Hodum; Matthias, Emersacker
Knöringen, Ulrich von
Mayrlin; Martin, Emersacker
Model; Valentin, Emersacker
Riss, Hans, Welden
Welden, Karolus von
Emersacker A
Welden A
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:27 MEZ