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Verteidigungsschrift des Pflichtverteidigers des Joseph Süß-Oppenheimer
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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 48/14 Joseph Süß-Oppenheimer, Geheimer Finanzrat - Inquisition, Prozeß, Beweismaterial / Vermögenserfassung und -abwicklung als Konkursverfahren -
Joseph Süß-Oppenheimer, Geheimer Finanzrat - Inquisition, Prozeß, Beweismaterial / Vermögenserfassung und -abwicklung als Konkursverfahren - >> 1. "Jud Süßen Inquisition"
September 1737-November 1737
- Dem Gericht abschließend vorgelegte Verteidigungsschrift; dem Inquisitionsgericht mit Datum 12. November 1737 vorgelegt
von Michael Andreas Moegling:
"Rechtliche Defensions Schrift Jud Joseph Süs Oppenheimer Inquisiten P(un)cto Imputat(ionis) Divers(orum) Crimin(um)"
- Der Pflichtverteidiger Michael Andreas Moegling fertigte eine Fassung des Schriftsatzes ursprünglich schon im September, Oktober 1737 (vgl. Blatt 242) an.
Die vorliegende Fassung enthält an der entsprechenden Stelle, an der die auswärtigen Verhöre noch nicht berücksichtigt sind, die Unterschrift Moeglings.
- Der Schriftsatz wurde jedoch wegen der Einbeziehung der weiterer Verhöre, die sich auch nach Fertigstellung der ersten Fassung weiter hinzogen,
nochmals an mehreren Stellen überarbeitet. Die hier vorliegende Fassung wurde gegenüber dem Text vom September/Oktober demnach
"an behörigen Orthen" [Textstellen] eingerückt" ergänzt oder verändert, weitere Aussagen also an den entsprechenden
Stellen eingearbeitet bzw. berücksichtigt.
- Im kurzen angehängten Textteil (Blatt 242v bis Blatt244v) wird ausdrücklich betont,
dass es der Verteidigung auch nach der Einbeziehung weiterer Aussagen und nach Übararbeitung
nicht möglich war, alle dem Gericht zugänglichen Aussagen und vorliegenden Indizien auszuwerten. Gliederung des Schriftsatzes mit Einzelüberschriften:
- Titelblatt mit Vermerk über Präsentation beim Gericht
- Einleitende Darstellung (Blatt 1 - 3v)
I. VITA ANTEACTA (Blatt 3v)
II. PRAEPOTENZ (Blatt 9)
III. BEMEISTERUNG der CASSEN (Blatt 61v)
IV. GRATIAL und FISCALAT AmmtBlatt (Blatt 92v - ab Blatt 114v FISCALAT Amt)
V. DOUCEUR undf ADRESSE Gelter (Blatt 138)
VI. PROJEKTEN, MONOPOLIEN und ADMODIATIONEN (Blatt 154v)
VII. Mißbrauch des IURIS RECIPIENDI JUDAEOS (Blatt 184)
VIII. CONSILIA wieder[sic] die Landschafft (Blatt 187)
IX. Die Müntz (Blatt 199v)
X. VITA PRIVATA (Blatt 233v)
- Erweiterungstext nach Oktober 1737 (Blatt 242v)
- Letztes Blatt mit Unterschrift Moeglings vom 11. November 1737 (Batt 244v)
1 Band, 244 Blatt fol.
Archivale
Halbpergamentband mit Buntpapierbezug und handschriftl Titelschild. Einband etwas berieben und bestoßen; neu gebunden, Rücken erneuert; Zugangstagebuch-Nr. 2415
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.