NL Elisabeth Warren-Lederer (Bestand)
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E 10/99
Stadtarchiv Nürnberg (Archivtektonik) >> Stadtarchiv Nürnberg >> Bestandsgruppe E: Dokumentationsgut privater Provenienz >> E 10 - Nachlässe >> E 10/99 - Nachlass / Elisabeth Warren-Lederer
Elisabeth Warren-Lederer, geb. 1913 Nürnberg, gest. 2005 Paris.Enkelin des Nürnberger Spielzeugfabrikanten Georges Carette.Georges Carette, dessen Mutter Babette Engelschein aus dem mittelfränkischen Diespeck stammte und in den vierziger Jahren des 19. Jhs. nach Frankreich ging und dort heiratete, kam 1880 nach Nürnberg und absolvierte bei der Firma Gebrüder Bing eine Lehre. Mit finanzieller Hilfe seines Pflegevaters Siegmund Hopf 1885/1886 gründete er eine eigene Fabrik für "optische, mechanische, elektrische und physikalische Waren, Spielwaren und Lehrmittel", deren innovative Produkte einen internationalen Ruf erwarben. 1888 heiratete er Pauline Lederer, eine Erbin der Brauerei Lederer. Carette gehörte zu den frühen Nürnberger Automobilisten. Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 musste Georges Carette mit seiner Ehefrau und den zwei Söhnen Deutschland verlassen.Die zu diesem Zeitpunkt bereits mit dem Juden Karl Lederer (zufällige Namensgleichheit) verheiratete Tochter Kunigunde, Elisabeth Warrens Mutter, blieb in Nürnberg. 1933 emigrierte auch diese Familie nach Frankreich.Der Nachlass enthält geschäftliche und private Unterlagen sowie Fotografien der Familien Carette, Hopf, Lederer und Bing. Zum Inhalt gehören auch Kochbücher und Erinnerungsstücke von Frau Warren an verschiedene Reisen nach Deutschland.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 11:18 MESZ