12-14) Jörg Rottenstein, Komtur zu Oettingen, bittet den Komtur der Ballei Franken um Rat, wie er sich verhalten soll, und, da er von diesem an den Deutschmeister verwiesen wird, auch den letzteren. Rottenstein meldet in seinem Schreiben, dass sich dem Vernehmen nach Nördlingen und Dinkelsbühl bereits mit den Bauern eingelassen hat und auch der Graf Ludwig von Oettingen mit ihnen in Verständnis steht. Für den Orden wäre nichts Gutes zu erwarten. Die Bauern sollen sich gegen den Grafen von Oettingen geäußert haben, wenn er ihnen die Beschwerden nachlässt, und sie dagegen die Klöster, die im Ries liegen, einnehmen, die Mönche und Nonnen austreiben, und er ihnen die Nutzungen der Klöster überlässt, so möchte er wohl Graf bleiben und nichts verlieren. Auch sollen bereits bei 40 Priester im Bauernheer sein. Es hätte in Nürnberg geheißen, dass man den Deutschherren daselbst das Haus einnehmen will, wenn sie sich mit Predigen, Messe lesen und anderen Dingen nicht wie die Lutherischen verhalten wollen, 4.-5. April 1525

Landesarchiv Baden-Württemberg
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