Der Abt zu S. Pantaleon zu Köln als der vom Papst bestellte Schirmer der Privilegien des Deutschen Ordens in Deutschland befiehlt der Geistlichkeit gegen den Grafen Otto von Nassau und seinen Sohn Heinrich sowie ihre Helfer, die dem Deutschordenshause zu Mainz die Zehntfrüchte zu Bleseberg und Zeuzheim, 310 Malter Korn, 200 Malter Hafer Limburger Maßes und 2 Pferde im Wert von mehr als 6 Mark geraubt haben, die Exkommunikation zu verkünden, wenn sie nicht den Raub auf die in den Kirchen öffentlich auszusprechende Mahnung zurückerstatten. Außer Graf Otto von Nassau und seinem Sohn Heinrich sind folgende Personen (als Helfer) genannt: Heinrich de Wertdorf, Erlebold, Heinrich von Heuchelheim, Ernest Kolre, Konrad Wizilnbechere, Ludwig von Waldmannshausen, Konrad von Frickhofen, Heinrich von Scheuern, Godebert von Aubach, Rorich Mukil, Arnold Schultheiss von Driedorf, Heinrich von Scheld ("Schelte").
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Der Abt zu S. Pantaleon zu Köln als der vom Papst bestellte Schirmer der Privilegien des Deutschen Ordens in Deutschland befiehlt der Geistlichkeit gegen den Grafen Otto von Nassau und seinen Sohn Heinrich sowie ihre Helfer, die dem Deutschordenshause zu Mainz die Zehntfrüchte zu Bleseberg und Zeuzheim, 310 Malter Korn, 200 Malter Hafer Limburger Maßes und 2 Pferde im Wert von mehr als 6 Mark geraubt haben, die Exkommunikation zu verkünden, wenn sie nicht den Raub auf die in den Kirchen öffentlich auszusprechende Mahnung zurückerstatten. Außer Graf Otto von Nassau und seinem Sohn Heinrich sind folgende Personen (als Helfer) genannt: Heinrich de Wertdorf, Erlebold, Heinrich von Heuchelheim, Ernest Kolre, Konrad Wizilnbechere, Ludwig von Waldmannshausen, Konrad von Frickhofen, Heinrich von Scheuern, Godebert von Aubach, Rorich Mukil, Arnold Schultheiss von Driedorf, Heinrich von Scheld ("Schelte").
170 I, U 35 a
170 I Nassau-Oranien: Urkunden
Nassau-Oranien: Urkunden >> 13. Jahrhundert >> 1250-1299
1285 September 20
Ausfertigung, Pergament; der vom Pergament abgeschnittene Siegelstreifen hält mit dem andern der Urkunde vom 1285 Oktober 04 das Siegel. Das Siegel ist spitzoval und zeigt einen stehenden Geistlicher mit betend vorgestreckten Händen. Umschrift: S DECANI IN ARINVELS (?)
Urkunde
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Guden, Cod. dipl. 3, 1163; Wyss, Hessisches Urkundenbuch 1, 337
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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17.06.2025, 14:09 MESZ