Gutsarchiv Kläden (Bestand)
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H 120 (Benutzungsort: Wernigerode)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 10. Adelsarchive >> 10.02. Gutsarchive
(1375) 1541 - 1936
Benutzbarkeit: eingeschränkt benutzbar
Findhilfsmittel: Findkartei (online recherchierbar); zum Teil unerschlossen
Registraturbildner: Kläden gehört zur Stadt Bismark, Lkr. Stendal, Sachsen-Anhalt.
Kläden gehörte zur Altmark, die sich im 13./14. Jahrhundert als Territorium herausbildete und 1449 endgültig unter die Landesherrschaft der Kurfürsten von Brandenburg gelangte. 1816 wurde die Altmark Teil der preußischen Provinz Sachsen, die bis 1945 bestand.
Kläden war der Stammsitz derer von Kläden (Klöden), die hier schon 1230 erwähnt werden und bis in das 18. Jh. ansässig waren. 1709 veräußerte Caspar Heinrich von Kläden seinen Anteil an dem Gut an Erdmann Christoph von Jeetze auf Wiederkauf. In der Folgezeit war Kläden Gegenstand langwieriger Auseinandersetzungen zwischen diesen beiden Familien.
Durch die Eheschließung mit Sophie Charlotte Louise von Jeetze gelangte Kläden nach 1745 an den Geheimen Rat und Landesdirektor der Altmark Hans Friedrich Wilhelm von Lattorff (Lattorf), der bis 1753 alle fremden Ansprüche ablöste. 1753/54 ließ er das Herrenhaus neu errichten und einen Park im französischen Stil anlegen.
1791 erwarb Friedrich von Levetzow das Gut für seine Familie. Als Erbe des 1837 eingerichteten Fideikommisses Kläden erreichte Graf Karl von Bassewitz 1869 eine Namens- und Wappenvereinigung mit den Levetzows. Die Grafen von Bassewitz-Levetzow saßen bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 auf Kläden.
Zu dem 1842 als landtagsfähig bezeichneten Rittergut gehörten die Patrimonialgerichtsbarkeit und das Kirchenpatronat über das Pfarrdorf Kläden sowie weitere Besitztitel vor allem in Darnewitz, Grünenwulsch und Schäplitz.
Bestandsinformationen: Nachdem der Bestand vom Landeshauptarchiv Magdeburg übernommen und an den Standort Wernigerode überführt worden war, wurde er mit einer Findkartei erschlossen.
Im Juni 2007 erfolgte die Retrokonversion der Verzeichnungsinformationen in eine Access-Datei.
Der Bestand wird auf Grundlage eines 2008 geschlossenen Vertrages als Depositum im Landesarchiv Sachsen-Anhalt verwahrt.
Im Januar 2014 wurde die Access-Datei in das vorliegende Archivinformationssystem überführt.
Zusatzinformationen: Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Findhilfsmittel: Findkartei (online recherchierbar); zum Teil unerschlossen
Registraturbildner: Kläden gehört zur Stadt Bismark, Lkr. Stendal, Sachsen-Anhalt.
Kläden gehörte zur Altmark, die sich im 13./14. Jahrhundert als Territorium herausbildete und 1449 endgültig unter die Landesherrschaft der Kurfürsten von Brandenburg gelangte. 1816 wurde die Altmark Teil der preußischen Provinz Sachsen, die bis 1945 bestand.
Kläden war der Stammsitz derer von Kläden (Klöden), die hier schon 1230 erwähnt werden und bis in das 18. Jh. ansässig waren. 1709 veräußerte Caspar Heinrich von Kläden seinen Anteil an dem Gut an Erdmann Christoph von Jeetze auf Wiederkauf. In der Folgezeit war Kläden Gegenstand langwieriger Auseinandersetzungen zwischen diesen beiden Familien.
Durch die Eheschließung mit Sophie Charlotte Louise von Jeetze gelangte Kläden nach 1745 an den Geheimen Rat und Landesdirektor der Altmark Hans Friedrich Wilhelm von Lattorff (Lattorf), der bis 1753 alle fremden Ansprüche ablöste. 1753/54 ließ er das Herrenhaus neu errichten und einen Park im französischen Stil anlegen.
1791 erwarb Friedrich von Levetzow das Gut für seine Familie. Als Erbe des 1837 eingerichteten Fideikommisses Kläden erreichte Graf Karl von Bassewitz 1869 eine Namens- und Wappenvereinigung mit den Levetzows. Die Grafen von Bassewitz-Levetzow saßen bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 auf Kläden.
Zu dem 1842 als landtagsfähig bezeichneten Rittergut gehörten die Patrimonialgerichtsbarkeit und das Kirchenpatronat über das Pfarrdorf Kläden sowie weitere Besitztitel vor allem in Darnewitz, Grünenwulsch und Schäplitz.
Bestandsinformationen: Nachdem der Bestand vom Landeshauptarchiv Magdeburg übernommen und an den Standort Wernigerode überführt worden war, wurde er mit einer Findkartei erschlossen.
Im Juni 2007 erfolgte die Retrokonversion der Verzeichnungsinformationen in eine Access-Datei.
Der Bestand wird auf Grundlage eines 2008 geschlossenen Vertrages als Depositum im Landesarchiv Sachsen-Anhalt verwahrt.
Im Januar 2014 wurde die Access-Datei in das vorliegende Archivinformationssystem überführt.
Zusatzinformationen: Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Laufmeter: 16.1
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
14.04.2025, 8:12 AM CEST