Konrad Vesseler, Dr. des geistlichen Rechts, Chorherr zu Tübingen, gemeiner Richter des Schwäbischen Bundes, entscheidet in der Streitsache zwischen Abt Hartmann und dem Konvent des Klosters Weingarten als Kläger einerseits und Jakob von Landau, Ritter, königlicher Landvogt in Ober- und Niederschwaben, als Beklagtem andererseits wegen verschiedentlicher Eingriffe der Landvogtei in die Rechte des Klosters wie etwa bei der Besetzung des Ammannamtes zu Altdorf, in Frevelsachen, Kriegsschatzungen. Nach ausführlicher Schilderung des Gangs der Verhandlungen entscheidet A. zusammen mit den Doktoren beider Rechte Johannes Roe*uchlin und Johannes Strae*ler in der Gerichtsstube des Rathauses zu Tübingen im Beisein Meister Heinrich Winkelhofers, Anwalt des Klosters Weingarten, unterstützt von Dr. Johann Lupfdich, sowie Hans Tuo*nowers, Landschreiber und Anwalt des Jakob von Landau, daß sie gemäß der Ordnung des Schwäbischen Bundes für den Streit nicht zuständig sind und daher Jakob von Landau von dieser Gerichtsinstanz frei sprechen. Jede Partei soll ihre Kosten selbst tragen.

Landesarchiv Baden-Württemberg
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