Mainz, 1604.03.31. (Richter Konrad Kennicken). Der B. Jost Eckhart und sein Stiefsohn Konrad Peterweil, Einwohner zu Würzburg, verkaufen der Margreth, Ww. Hans Neusen, und ihren Kindern ein Haus in der Altmünstergasse, zwischen Jakob Krebs und Lorenz Keyßer, zinst den Weißen Frauen 2 Pfund h. Kaufpreis: 190 fl.; die Ww. hat für die Hälfte des Betrags Jost Eckhardt in ihrem Haus ein eigenes Kämmerlein zu geben und zu Winterszeit ihn in der Stube zu lassen. Er sagt zu die Ww. und ihre Kinder nicht zu belästigen. Nach seinem Tod erhält die Ww. 90 fl., während 5 fl. an seine nächsten Freunde fallen. Die andere Hälfte (95 fl.) hat der Stiefsohn bar bezahlt. Z.: Thomas Scherer, B. zu M., und Peter Geis zu Oberolm.
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Mainz, 1604.03.31. (Richter Konrad Kennicken). Der B. Jost Eckhart und sein Stiefsohn Konrad Peterweil, Einwohner zu Würzburg, verkaufen der Margreth, Ww. Hans Neusen, und ihren Kindern ein Haus in der Altmünstergasse, zwischen Jakob Krebs und Lorenz Keyßer, zinst den Weißen Frauen 2 Pfund h. Kaufpreis: 190 fl.; die Ww. hat für die Hälfte des Betrags Jost Eckhardt in ihrem Haus ein eigenes Kämmerlein zu geben und zu Winterszeit ihn in der Stube zu lassen. Er sagt zu die Ww. und ihre Kinder nicht zu belästigen. Nach seinem Tod erhält die Ww. 90 fl., während 5 fl. an seine nächsten Freunde fallen. Die andere Hälfte (95 fl.) hat der Stiefsohn bar bezahlt. Z.: Thomas Scherer, B. zu M., und Peter Geis zu Oberolm.
U / 1604 März 31 (in 5 / 22)
Urkundenbestand
Urkundenbestand >> Urkunden, Kopialüberlieferung Bestand 5 (Stadtgericht)
31.03.1604
Stadtgericht Mainz
In 5 / 22, fol. 74 v.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
12.08.2025, 04:22 MESZ