Regierungsakten Herzog Ulrichs (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 1
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Altwürttembergisches Archiv >> Auslesebestände über die Landesverwaltung, Kabinett und Hofbehörden >> Regierung und Kabinett >> Regierungsakten
1503-1550 [16.-18. Jahrhundert, 1948]
Inhalt und Bewertung
Akten aus der Zeit Herzog Ulrichs, die Regierungsrat Günzler um 1823 aus dem "Archiv des Innern" (der Registratur des Oberrats) ausgewählt hat. Sie wurden um 1900 vom Bestand A 71 (Regierungsakten 1550-1671) getrennt und durch Einzelstücke verschiedener Herkunft erweitert.
1. Zur Bestandsgeschichte: Der Bestand A 1 ist kein provenienzreiner Bestand, der ausschließlich die Überlieferung einer bestimmten Behörde enthalten würde, sondern stellt einen Auslese- und Mischbestand dar. Er enthält Unterlagen aus der Regierungszeit Herzog Ulrichs bzw. Unterlagen, die sich auf diese Zeit beziehen. Der Bestand entstand im 19. Jahrhundert bzw. um 1900. Um 1823 entnahm der Regierungsrat Christian Heinrich von Günzler aus dem "Archiv des Innern", in das Akten verschiedener Behörden gelangt waren, die um 1800 aufgehoben worden waren, v.a. die Registratur des Oberrats bzw. Regierungsrats, Unterlagen zu Herzog Ulrich, zur habsburgischen Regierung und zu den Herzögen Christoph, Ludwig, Friedrich, Johann Friedrich und Eberhard III. und führte diese Unterlagen dem Staatsarchiv zu. Dort wurden sie größtenteils nach dem Pertinenzprinzip auf verschiedene Bestände verteilt. Um 1900 wurden die Unterlagen zu Herzog Ulrich von dem Archivar Hugo Gmelin in einem eigenen Bestand zusammengeführt. Seitdem wurde der Bestand um Einzelstücke verschiedener Herkunft erweitert. Auf einzelnen Dokumenten sind Vorsignaturen angegeben.
2. Zur Verzeichnung des Bestandes: Zahlreiche Stücke des heutigen Bestandes A 1 wurden bereits von Regierungsrat Günzler in dessen "Verzeichnissen" verzeichnet. Hugo Gmelin verfasste um 1900 ein Findbuch für den neu gebildeten Bestand. Dieses wurde später mit einem Orts- und Personenregister versehen und von verschiedenen Händen ergänzt. 2018 wurde der Bestand von Florian Lehrmann neu in scope verzeichnet. Dabei wurden Deskriptorbegriffe vergeben, Querverweise auf Dokumentenebene verweisen auf zusammengehörige Stücke sowie auf in Beziehung stehende Archivalien in anderen Beständen. Bemerkungen zu einzelnen Dokumenten, die wörtlich aus dem alten Archivrepertorium übernommen wurden, wurden in Anführungszeichen gesetzt. Die innere Ordnung (Büschel, Faszikel) blieb bei der Neuverzeichnung größtenteils gleich.
3. Bemerkungen zum Inhalt, weiterführende Bestände: Der Bestand enthält inhaltlich u.a. Material zu den Nachwirkungen des Kriegszugs von 1534, mit dem Herzog Ulrich sein Herzogtum wieder eroberte, zum Vorgehen gegen eine Verschwörergruppe und zur Stimmung in der württembergischen Bevölkerung, die in der Frage, wie der vertriebene und zurückgekehrte Herrscher zu beurteilen sei, durchaus gespalten war. Außerdem beziehen sich einzelne Dokumente auf die Reformation. Weitere Unterlagen zur Regierung Herzog Ulrichs befinden sich u.a. in folgenden Beständen: A 28 Kriegsakten I A 84 Vertreibung Herzog Ulrichs A 85 Lehensprozess König Ferdinands gegen Herzog Ulrich A 201 Regimentssachen A 360 Hohentwiel, Festung und Kellerei H 55 Schmalkaldischer Bund und Krieg Stuttgart, im Dezember 2018 Florian Lehrmann
7 Büschel (0,20 lfd. m)
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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