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Strafsache gegen die Soldaten 1. Lukas Buschman gen. Orthman; 2. Herman Jacobs von Kessel gen. Rüterken; 3. Henrich Bastit gen. Schwitzer aus Emmerich wegen Viehdiebstahl, Mord und Raub enthauptet
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Strafsache gegen die Soldaten 1. Lukas Buschman gen. Orthman; 2. Herman Jacobs von Kessel gen. Rüterken; 3. Henrich Bastit gen. Schwitzer aus Emmerich wegen Viehdiebstahl, Mord und Raub enthauptet
Enthält: Strafsache gegen die Soldaten 1. Lukas Buschman gen. Orthman aus Lembeck, 2. Herman Jacobs von Kessel gen. Rüterken aus Roermond oder Nymwegen, 3. Henrich Bastit gen. Schwitzer aus Emmerich. Die Angeklagten werden beschuldigt, kurz vor Weihnachten 1639 in der Langenstraße im Kspl. Telgte dem Bernd Speckman aus Everswinkel 4 Pferde gestohlen zu haben. Mittäter sollen gewesen sein Wilhelm von Recklinghausen und Georg Diersen (Diersman) aus Lengerich. Letzterer ist, als er in Münster verhaftet wurde und floh, erschossen. Trotz langer Untersuchung läßt sich der Diebstahl nicht beweisen. Die Angeklagten zu 2) und 3) werden daher gegen Urfehde entlassen; sie müssen in kaiserlichen Kriegsdienst unter Hauptmann Höfflinger treten und die Verpflegungskosten, die durch ihre Haft entstanden sind, bezahlen. Der Angeklagte zu 2) muss deswegen eine Forderung, die er an seine Schwester Katharina Jacobs gen. Von Kessel in Nymwegen hat, dem Rat abtreten, der sie einziehen lässt. Der Angeklagte Buschmann hat vor einigen Jahren den Jodokus Epman, Pastor zu Polsum, Bruder des Herman Epman in Westerholt, erschossen und mehrere Räubereien verübt. Er wird zum Tode verurteilt und ent hauptet.1640. Durch Henrich Holthaus, Richter zu Schönefliet, werden als Zeugen vernommen: Johan Steggeman, 50 J. alt, und dessen Sohn Herman, 20 J. alt, beide zu Brintrup im Kspl. Greven, Bauerschaft Aldrup. Der Rat vernimmt als Zeugen 1. Wilhelm Meckman, 35 J. alt; 2. Johan Dillekoht, 26 J. alt. Die Angeklagten dienten früher unter dem Obristen Georg Henrich Cranepoel. Dieser bittet den Rat, sie ihm zu überlassen, da er Mangel an Soldaten hat. Erwähnt werden Kornelius Bassen; Gerhard Eicholt; Magd Walburg Winekens aus Lengerich; Kornet Johan Tinnagel; Hans von Eisengardt, hessischer Kommandant in Bocholt; Soldat Lübbert Groning aus Ölde; Anisbrenner Johan Heideman und Frau Agnes Rorup und Tochter Elisabeth; Johan Wilmering gen. Johan upt Land, Baumeister des Schulten Altenroxel; Herman Berntgast gen. Korte; Generalleutnant Peter von HoltappeI; Notar Bernard Eichrodt; Christian Wedemhove und Stephan Buschman, Gerichtsschreiber zur Meest; Fiskal Herman Zweiffel; Henrich Hesseling; Obristleutnant Detmar de Vos; Bernard Rick und Bürgermeister Adam Thies in Horstmar; Jost Speckman; David zum Brincke; Praktikant Herman Aulman; Friedrich Roleving aus Laer; Wilhelm Otterstette; Soldat Henrich Rave; Henrich Vogelsang; Henrich Mechler in Rees.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.